Prognose gesenkt
Symrise legt zu – die Aktie nicht

Der Duft- und Aromenhersteller Symrise hat im zweiten Quartal mehr verdient und umgesetzt als vor Jahresfrist. Dennoch profitiert die Aktie nicht davon. Das Problem: Sie zählt zu den Konsumwerten.

HB HOLZMINDEN. Die Gewinnspannen der Symrise AG stehen im laufenden Jahr wegen einer Akquisition und wegen der stark gestiegenen Preise für Rohstoffe und Energie unter Druck. Das Holzmindener Unternehmen gab am Dienstag bei Vorlage der Halbjahreszahlen erstmals einen Ausblick auf 2008, der den Zukauf des Aromengeschäfts von Chr. Hansen zum 25. April berücksichtigt. Er führt im laufenden Jahr zwar zu einem höheren Umsatz, wirkt sich aber zunächst nachteilig auf die Margen aus.

Der Hersteller von Duft- und Geschmacksstoffen teilte mit, man erwarte in lokalen Währungen nun ein Ebita-Wachstum von sechs Prozent. Bisher hatte das Management ein Ergebniswachstum von zehn Prozent in Aussicht gestellt. Das Ziel für die Ebitda-Marge senkte Symrise ebenfalls: Bisher waren 22 Prozent angepeilt worden, jetzt sollen es 21 Prozent werden. Allerdings rechnet das Management 2008 nun mit einem Umsatzwachstum von 6 Prozent bis 7 Prozent. Bisher waren nur 5 Prozent bis 6 Prozent angekündigt worden.

Das neue Geschäft werde zusätzliches Umsatzwachstum bringen, der Beitrag zum Gewinn werde nach Restrukturierungskosten im laufenden Jahr jedoch gering sein. Das werde die Marge 2008 leicht verwässern, heißt es zur Begründung im Quartalsbericht weiter. Ab 2009 werde aber kein derartiger Effekt mehr erwartet.

Die Integration, die im laufenden Jahr beendet werden soll, verlaufe planmäßig. Auch nach Abzug der Umbaukosten habe der Zukauf bereits zum Ergebnis beigetragen. Ebenfalls belastend für die Gewinnspannen in diesem Jahr wirken die gestiegenen Kosten für Rohstoffe und Energie. Sie werden zwar an die Kunden weitergegeben. Weil es jedoch Zeit kostet, die Erhöhungen umzusetzen, drücken die höheren Kosten die Margen ebenfalls. Im zweiten Quartal lag die Ebitda-Marge - wie auch auf Halbjahressicht - bei 21,1 Prozent. Im ersten Halbjahr 2007 hatte sie noch 21,8 Prozent erreicht.

Das ursprüngliche Margenziel von 22 Prozent hatten Analysten bereits im Vorfeld des Halbjahresberichts als schwierig zu erreichen bezeichnet. Insgesamt disponierten die Kunden derzeit sehr vorsichtig, erklärte Symrise - darunter leide die Vorhersehbarkeit und Planbarkeit des Geschäftes.

Im ersten Halbjahr 2008 habe Symrise mit einem Plus von 6,7 Prozent auf Basis lokaler Währungen ein deutlich höheres Umsatzwachstum erzielt als der Markt, der um rund 2,5 Prozent gewachsen sei, teilte das Unternehmen weiter mit. Das Plus sei vor allem auf hohe Zuwächse in den Schwellenländern von Europa, Afrika, dem Mittleren Osten und in Asien zurückzuführen. Belastet wurde der Erlös vom starken Euro: Auf Basis aktueller Wechselkurse legte der Umsatz nur um gut zwei Prozent auf 676 Mio von 661 Mio Euro zu.

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