Prozess beginnt am kommenden Mittwoch
Puma verklagt Fifa auf Schadenersatz

Der Sportartikelhersteller Puma geht auf Konfrontationskurs mit dem Weltfußballverband Fifa. „Die Fifa hat rechtswidrig in das Geschäft des Unternehmens eingegriffen, als sie vergangenes Jahr beim Afrika-Cup dem Team von Kamerun das Tragen eines einteiligen Fußball-Leibchens der Marke Puma verbot“, sagte Puma-Anwalt Reinhard Stünkel dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe).

HB MÜNCHEN. Deshalb fordert das Unternehmen nun von der Fifa Schadenersatz von zwei Millionen Euro. Am kommenden Mittwoch beginnt der Prozess vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth. Der Sportkonzern wirft dem Verband unter anderem vor, das Puma-Trikot auf Geheiß des Konkurrenten Adidas verboten zu haben. „Wir treten den Beweis an, dass die Fifa nur deshalb so streng reagiert hat, weil Herr Hainer (der Adidas-Chef) das so wollte.“ Puma will eine ganze Reihe Zeugen aufbieten, die das bestätigen sollen. Adidas weist die Vorwürfe zurück. Die Fifa wollte sich zu dem Fall nicht äußern. Ein Sprecher teilte lediglich mit, es obliege dem Gericht, nach „sorgfältiger Sachverhaltsbeurteilung eine Entscheidung zu treffen“.

Adidas ist ein langjähriger Partner der Fifa. Puma hatte vergangenes Jahr für den Afrika-Cup die Fußballnationalmannschaft von Kamerun mit einem modischen Einteiler ausgestattet. Diesen hatte die Fifa zunächst erlaubt, später aber verboten, weil er nicht den Regeln entspreche.

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