PSA
Peugeot rechnet mit einem Verlust im Pkw-Geschäft

Der französische Autobauer rechnet für das zweite Halbjahr 2011 mit Verlusten. Das schwache Geschäft mit den Kleinwagen drückt den Absatz. Der Konzern hat ein Sparprogramm angekündigt - Stellenstreichungen inklusive.
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ParisEin schwaches Kleinwagengeschäft in Europa verdirbt dem französischem Autobauer PSA Peugeot Citroen das zweite Halbjahr 2011. Die Autosparte werde in der zweiten Jahreshälfte einen Verlust erleiden, der die Gewinne aus den ersten sechs Monaten von 405 Millionen Euro mehr als aufzehren dürfte, sagte Vorstandschef Philippe Varin am Mittwoch in Paris. „Seit der Jahresmitte haben sich die Überkapazitäten und der Preisverfall beschleunigt“, sagte der Manager mit Blick auf die europäischen Märkte für Kleinwagen - ein Segment, in dem der Konzern mit seinen Marken besonders stark vertreten ist.

„Wir werden einen erheblichen Verlust verbuchen.“ Ende Oktober hatten die Franzosen bereits einen Stellenabbau in Europa angekündigt. Davon sollen ungefähr 50.00 Stellen betroffen sein. Mit dem Sparprogramm will der Konzern im kommenden Jahr 800 Millionen Euro einsparen. Nach dem dritten Quartal hatte PSA zudem seine Gewinnprognose für das Jahr drastisch gekappt und auf das schwache Europa-Geschäft verwiesen.

Vor dem Wirtschaftsausschuss der Nationalversammlung legte Varin auch die zukünftige Strategie dar, mit der der Autobauer in die Zukunft fahren will: unter anderem mit einer stärkeren Globalisierung, der Produktion hochpreisiger Modelle und der Entwicklung hybrider Fahrzeuge. Ziel sei es, bis 2015 die Hälfte der Autos außerhalb Europas zu verkaufen. Auf diesen Märkten hat Peugeot in den vergangenen Monaten bereits an Marktanteilen gewonnen, vor allem in China und Lateinamerika.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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