Pumpenhersteller steigert Betriebsergebnis bei rückläufigem Umsatz
Pfeiffer Vacuum profitiert vom Rückzug aus dem DVD-Geschäft

Für den Pumpenhersteller Pfeiffer Vacuum hat sich die Schließung seiner verlustreichen DVD-Sparte mit einer Gewinnsteigerung im ersten Quartal bezahlt gemacht. Das Betriebsergebnis im Konzern stieg um 17,7 Prozent auf 7,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen aus dem hessischen Asslar am Dienstag mitteilte.

HB FRANKFURT. Bei rückläufigen Erlösen von 37,6 (Vorjahreszeitraum: 39,0) Millionen Euro verbesserte sich die operative Umsatzrendite um fast vier Prozentpunkte. Für das Gesamtjahr gab die im Technologie-Index TecDax gelistete Firma keine konkrete Prognose. Mit Blick auf die Quartalszahlen erklärte sie, daraus lasse sich „noch kein eindeutiger Trend für die Wachstumsraten im Gesamtjahr ableiten“.

„Das Ergebnis ist besser als erwartet, der Umsatz liegt jedoch unter den Erwartungen“, sagte Eggert Kuls, Analyst bei M.M. Warburg. Die Trennung von der defizitären DVD-Sparte, die im Vorjahresquartal noch Erlöse von 1,6 Millionen Euro gebracht hatte, zahle sich allerdings auf jeden Fall aus. Dies sei auch am Aktienkurs zu sehen, der zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der Trennung noch bei Anfang 30 Euro gelegen habe, fügte Kuls hinzu. Am Dienstag notierte die Aktie im Handelsverlauf knapp 0,8 Prozent höher bei 37,15 Euro.

Pfeiffer hatte sich nach vier Jahren von dem Geschäft mit Anlagen zur DVD-Herstellung getrennt und will sich stattdessen auf das Kerngeschäft und neue Produkte konzentrieren. Die Gesellschaft mit mittlerweile rund 710 Mitarbeitern ist auf die Fertigung von Vakuumpumpen sowie die Mess- und Analysetechnik spezialisiert. Die Geräte werden unter anderem in der Halbleiterindustrie, der Verpackungs- und der Automobilindustrie eingesetzt.

Im ersten Quartal entwickelten sich den Angaben zufolge der deutsche und der asiatische Markt schwächer als etwa das europäische Ausland. Nach Steuern verdiente der Konzern im Berichtszeitraum 4,9 (4,2) Millionen Euro. Pfeiffer sieht sich auch bei der Auftragslage auf einem guten Weg. Der Auftragsbestand liege um 14,5 Prozent höher als Ende 2004. Mit einer besseren Kostenkontrolle, „geschickten Einkaufsverhandlungen“ sowie optimierten Produktionsverfahren seien zudem gestiegene Rohstoffpreise aufgefangen worden.

Das Unternehmen verwies außerdem darauf, im ersten Quartal 2005 die Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 20,2 Prozent (16,5) gesteigert zu haben und damit zur alten Ertragsstärke zurückgekehrt zu sein. Pfeiffer hat sich zum Ziel gesetzt, in diesem Jahr eine Ebit-Marge von mindestens 19 Prozent zu erreichen.

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