Quartalsgewinn stegit
EnBW weiter auf Rekordkurs

Der milde Winter kann EnBW nichts anhaben. Obwohl der Gasabsatz zurückging, verbuchte der Energiekonzern im ersten Quartal einen Rekordgewinn. Die Stromsparte und die Müllentsorgung ließen die Gewinne sprudeln.

HB FRANKFURT. Der Energiekonzern EnBW hat den im milden Winter stark geschrumpften Gasabsatz durch einen höheren Stromverkauf mehr als ausgeglichen. Der Konzernumsatz legte im ersten Quartal um knapp neun Prozent auf 4,1 Milliarden Euro zu, wie der drittgrößte deutsche Versorger am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte. Während die Erlöse im Gasgeschäft um 15,3 Prozent zurückgingen, legte der Umsatz in der dominierenden Stromsparte um 16 Prozent zu. Der kleine Bereich Müllentsorgung verdoppelte seinen Umsatz fast.

Erneut verbuchte EnBW zum vierten Mal in Folge einen Rekordgewinn. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen kletterte um 12,8 Prozent auf 630 Millionen Euro. Dem Gewinneinbruch um gut ein Fünftel im Gasgeschäft stand eine Steigerung des Ergebnisses in der Sparte Strom um 15 Prozent gegenüber. Unter dem Strich verblieben mit 360 Millionen Euro 13 Prozent mehr in der Kasse als vor Jahresfrist.

Die EnBW will weiter wachsen und im Gasbereich bundesweit expandieren. Von Oktober an will sie in noch nicht näher genannten „ausgewählten“ Gebieten die Marke „Yello Gas“ etablieren und so erstmals außerhalb von Baden-Württemberg im Gasmarkt mitmischen. Beim Strom hat der Konzern vor allem die Türkei im Visier von der Erzeugung bis zur Stromlieferung.

Für das laufende Jahr warnte der Konzern wegen möglicher politischer Eingriffe vor überzogenen Erwartungen. „Eine lineare Fortschreibung des Quartalsergebnisses auf das Gesamtjahr 2007 ist nicht möglich“, hatte Konzernchef Utz Claassen auf der Hauptversammlung Ende April erklärt.

Beim um Sondereffekte bereinigten Betriebsergebnis rechnet der Konzern im Gesamtjahr mit einer leichten Steigerung. Im Geschäftsfeld Strom werde EnBW wohl das Ergebnisniveau des Vorjahres halten, beim Gas werde der Gewinn hingegen wohl zurückgehen. Positiv wirkten sich die Einbeziehung der Stadtwerke Düsseldorf und der Erdgas Südwest aus, sowie die Inbetriebnahme neuer Müllverbrennungsanlagen und das 2006 abgeschlossene Kostensenkungsprogramm.

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