Quartalszahlen
Biotechfirma Medigene erzielt schmalen Gewinn

Einnahmen aus dem Verkauf von Medikamentenrechten haben der Biotechfirma Medigene im zweiten Quartal zu einem Gewinn verholfen. Für das laufende Jahr bestätigte das Unternehmen seine Gewinnziele.
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FrankfurtUnter dem Strich blieb ein Überschuss von 2,3 Millionen Euro nach einem Verlust von 2,6 Millionen Euro vor Jahresfrist, wie Medigene am Freitag mitteilte. Das Unternehmen, das sich auf Präparate gegen Krebs und Autoimmunerkrankungen konzentriert, kam im Zeitraum April bis Juni auf Gesamterlöse von 1,7 Millionen Euro - ein Plus von 36 Prozent. Medigene hat mit der Warzensalbe Veregen und mit dem Prostatakrebs-Präparat Eligard bereits zwei Arzneien auf dem Markt. Zum Quartalsgewinn trugen insbesondere Zahlungen für den Verkauf von Rechten an Eligard bei.

Medigene erzielte laut Vorstandschef Frank Mathias deutliche Fortschritte in seiner Medikamenten-Pipeline. Damit seien die Voraussetzungen für Wachstum gelegt worden. Die Biotechfirma hatte vor kurzem nach langer Suche für ihr wichtigstes Krebsmittel einen Partner gefunden. Die Firma Syncore, eine Tochter der taiwanischen Gruppe Sinphar Pharmaceutical, arbeitet künftig mit Medigene bei dem Krebsmittel Endotag-1 in Asien, Australien und Neuseeland zusammen. Medigene behält die Rechte in den USA, in Europa und in den verbleibenden Ländern.

Medigene bestätigte die Gewinnziele für dieses Jahr: Firmenchef Mathias rechnet im fortgeführten Geschäft mit einem Umsatz von mehr als fünf Millionen Euro. Dazu sollen Einnahmen von fünf Millionen Euro kommen aus dem Verkauf von Rechten an Eligard kommen. Allerdings werde Medigene kräftig in die Entwicklung seiner Medikamente investieren. Das Unternehmen rechnet deshalb mit einem operativen Jahresverlust (Ebitda) im mittleren einstelligen Millionenbereich.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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