Quartalszahlen
Ford fährt Milliardenverlust ein

Der amerikanische Autobauer Ford ist wegen milliardenschwerer Kosten für Stellenabbau und Werksschließungen im ersten Quartal tief in die roten Zahlen gefahren.

HB DETROIT. Grund dafür seien Kosten im Volumen von 1,65 Milliarden Dollar für die geplanten Umstrukturierungen, teilte der zweitgrößte US-Autobauer nach General Motors (GM) am Freitag vor Eröffnung der US-Börsen mit. Ford und GM haben auf ihrem Heimatmarkt mit hohen Überkapazitäten und Absatzproblemen zu kämpfen. Die US-Autobauer verlieren Marktanteile an die asiatische Konkurrenz, weil sie zu lange auf hoch motorisierte und Benzin schluckende Geländewagen gesetzt haben. Zudem drücken hohe Arbeits- und Materialkosten auf die Ergebnisse. Ford hat deshalb den Abbau von 30 000 Arbeitsplätzen in Nordamerika und die Schließung von 14 Werken angekündigt.

Für das erste Quartal wies Ford einen Verlust von 1,19 Milliarden Dollar oder 64 Cent je Aktie aus. Vor Jahresfrist hatte der Konzern noch 1,21 Milliarden Dollar Gewinn erwirtschaftet. Im fortlaufenden Geschäft sei indes in den ersten drei Monaten dieses Jahres ein Gewinn von 24 Cent je Aktie angefallen. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt allerdings 26 Cent erwartet. Der Umsatz fiel um neun Prozent auf 41,1 Milliarden Dollar, der US-Absatz um drei Prozent.

Die jetzt ausgewiesenen Restrukturierungslasten bei Ford sind nur eine erste Tranche. Der Autobauer erwartet im Rahmen seines Sanierungsprogramms im Gesamtjahr insgesamt Kosten von 3,4 Milliarden Dollar vor Steuern. Auf dieser Vorsteuerbasis betrug die Last im ersten Quartal 2,53 Milliarden Dollar.

Für die Ford-Werke in Köln war kürzlich ein Sparprogramm vereinbart worden, das die Kosten jährlich in dreistelliger Millionenhöhe senken soll. Im Gegenzug sagte das Unternehmen zu, bis 2011 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Die 24 000 Beschäftigten verzichten dafür unter anderem darauf, Lohnsteigerungen in vollen Umfang zu erhalten.

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