Quartalszahlen
Linde steigert trotz Finanzkrise Ergebnis

Trotz Finanzmarktkrise und weltweiter Konjunktureintrübung hat der Gase-Konzern Linde sein Ergebnis in den ersten neun Monaten gesteigert. Zwar gibt Linde-Chef Wolfgang Reitzle zu, dass die Folgen der Finanzkrise auch Linde treffen werden. Aber die Prognosen für 2009 und 2010 bestätigte er dennoch.

HB DÜSSELDORF/MÜNCHEN. „Wir spüren derzeit noch nichts von einer Wirtschaftskrise, wir halten Kurs“, sagte Linde-Chef Wolfgang Reitzle in München. Für das Gesamtjahr erwarte der Konzern erneut eine Steigerung des Umsatzes und eine überproportionale Ergebnisverbesserung.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,8 Prozent auf 9,392 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis legte um 7,9 Prozent auf 1,91 Mrd. Euro zu. Das Ergebnis vor Steuern lag zwischen Januar und September mit 796 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahreszeitraums von 1,109 Mrd. Euro. Hier enthalte der Vorjahreswert aber 574 Mio. aus dem Verkauf von Unternehmensteilen, erklärte Linde. Der Gewinn ging demnach aus demselben Grund von 764 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 593 Mio. Euro zurück.

Reitzle erklärte, auch Linde werde von dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld nicht unberührt bleiben. Dennoch wolle der Konzern seine Prognose halten, und werde für das Geschäftsjahr 2010 ein operatives Konzernergebnis von mehr als drei Mrd. Euro anstreben. Linde habe eine breitgefächerte Kundenstruktur. „Durch unsere Konzentration auf das weltweite Gase- und Anlagenbaugeschäft sind wir weniger abhängig von Konjunkturzyklen als zuvor“, sagte der Konzernchef. Die Auftragsbücher seien per Ende September gut gefüllt.

Außerdem will der Industriegase-Konzern der konjunkturellen Flaute massiv Kosten sparen. Innerhalb von vier Jahren sollen die Ausgaben um 650 bis 800 Mio. Euro gesenkt werden, kündigte Linde-Chef Wolfgang Reitzle am Montag in München an. Das solle vor allem durch Einsparungen im Einkauf und in der Informationstechnologie erreicht werden.

Ob durch die Kosteneinsparungen auch Arbeitsplätze bedroht sind, wurde zunächst nicht bekannt. Weltweit beschäftigt Linde rund 50 000 Mitarbeiter.

Analysten sahen ihre Erwartungen bestätigt: „Vor allem der erneute Hinweis auf keine Probleme aus Finanzkrise und Refinanzierung beflügelt“, sagt ein Händler. Zudem wurden die mittelfristigen Ziele zwar als „ambitioniert“, aber „möglich“ bezeichnet. Die Ziele 2008 wurden bestätigt.

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