Quartalszahlen
Stellenabbau drückt Gewinn bei Johnson & Johnson

Hohe Kosten für einen Stellenabbau drücken den Gewinn beim US-Konsumgüterriesen Johnson & Johnson. Das Unternehmen hatte angekündigt, drei bis vier Prozent seiner mehr als 120 000 Jobs zu streichen. Für das Jahr erhöhte der Konzern seine Prognose.

HB NEW BRUNSWICK.Im dritten Quartal verdiente der Hersteller von Körperpflegemitteln und Medikamenten mit 2,55 Milliarden Dollar (1,6 Mrd. Euro) rund 7,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Restrukturierungskosten belasteten das Ergebnis mit 528 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. .

Der Konzern hatte die deutlichen Einschnitte bei seiner gegen auslaufende Patente und die zunehmende Generika-Konkurrenz kämpfenden Pharmasparte Ende Juli angekündigt. Die Maßnahmen sollen im kommenden Jahr Einsparungen von 1,3 bis 1,6 Milliarden Dollar bringen. Gleichzeitig sprach der Konzern von Belastungen in Höhe von bis zu 750 Millionen Dollar im zweiten Halbjahr.

Das Pharmageschäft steuerte im dritten Quartal 6,1 Milliarden Dollar zum Umsatz bei, was einem Plus von 3,7 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Getrieben wurde das Wachstum vor allem vom Ausland, während die Verkäufe in den USA zurückgingen. Besonders hart traf es Procrit, ein Mittel gegen Blutarmut, dessen Umsatz in den USA um 27 Prozent einbrach. Johnson & Johnson erklärte dies mit einer Umetikettierungsaktion, nachdem die Behörde FDA verschärfte Warnhinweise gefordert hatte.

Im gesamten Konzern wuchs der Umsatz im dritten Quartal um 12,7 Prozent auf 15 Milliarden Dollar. Die Konsumsparte steigerte die Erlöse um 47,5 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar, was Johnson & Johnson auf Pflegelinien wie Neutrogena, die Mundspülung Listerine oder auch die Babypflege zurückführte. Der Konzern hatte im vergangenen Jahr das Consumer-Healthcare-Geschäft von Pfizer übernommen. Mit medizintechnischen Produkten setzte Johnson & Johnson 5,2 Milliarden Dollar und damit 6 Prozent mehr um.

Für das Jahr erhöhte der Konzern seine Prognose und rechnet nun mit einem Gewinn je Aktie vor Sonderposten in Höhe von 4,10 bis 4,13 Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen 4,02 bis 4,07 Dollar in Aussicht gestellt. Im dritten Quartal lag der Gewinn je Aktie bei 88 US-Cent nach 94 Cent ein Jahr zuvor.

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