Quartalszahlen
Würth dreht an der Kostenschraube

Würth erwartet in der Krise deutliche Umsatzrückgänge. Das nach eigenen Angaben weltgrößte Handelsunternehmen für Befestigungs- und Montagetechnik spart daher an vielen Stellen gleichzeitig.

STUTTGART. Die Rezession hat jetzt auch Würth voll erwischt und zwingt den weltgrößten Schrauben- und Werkzeughändler zu einem massiven Sparprogramm. Erstmals erwartet Würth 2009 einen Umsatzrückgang – um zehn bis 20 Prozent. Im ersten Quartal hat der Montagetechnik-Spezialist bereits einen Umsatzeinbruch von 16 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro erlitten.

Um der Krise entgegenzuwirken, will Würth-Chef Robert Friedmann die Kosten in allen Bereichen „mit Bedacht und Augenmaß“ senken, um weiterhin ein positives Betriebsergebnis zu erreichen. Im Schnitt sollen die Kosten um 15 Prozent gesenkt werden. Würth werde auch in der Krise schwarze Zahlen schreiben und Marktanteile hinzugewinnen.

Eine Selbstverständlichkeit sind aber Gewinne bei dem von Reinhold Würth binnen fünf Jahrzehnten aufgebauten Unternehmen erstmals nicht mehr. Würth führt zwar nicht mehr das operative Geschäft, aber hat als Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrates immer noch das letzte Wort.

In den ersten drei Monaten brach das Betriebsergebnis auf 32,4 Mio. Euro ein, nach 162 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Das Unternehmen hat bereits mit einen Einstellungsstopp reagiert. Die Zahl der Mitarbeiter, die sich in zehn Jahren mehr als verdoppelt hat, schrumpfte bereits im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent auf knapp 63 000. In der Unternehmensgeschichte hatte es bisher nur 1975 einen Rückgang gegeben. Darüber hinaus hat Würth bis Ende März bereits weitere 2 400 Stellen abgebaut. Ein Teil der Beschäftigten sei freiwillig ausgeschieden; es habe aber auch betriebsbedingte Kündigungen gegeben, sagte Friedmann.

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