Razzia bei Daimler
In der Diesel-Falle

PremiumDie Abgasaffäre zieht ihre Kreise. Nach Volkswagen und Audi durchsuchen die Staatsanwälte jetzt auch mehrere Daimler-Standorte. Für die Stuttgarter sind die Ermittlungen lästig und gefährlich.

München/DüsseldorfHausdurchsuchungen sind bei jeder Staatsanwaltschaft ein beliebtes Mittel. Unangekündigt erscheinen die Ermittler vor dem Werkstor, gerne begleitet von uniformierten Polizisten. Humorlos arbeiten sie sich durch die Flure bis in die Vorstandsetagen, schleppen Computer und Festplatten in ihre Dienstautos. Zuletzt erwischte es Audi-Chef Rupert Stadler, der Mitte März in Ingolstadt seine Bilanzpressekonferenz abhielt, während die Staatsanwaltschaft München nebenan die Büros filzte. Dass gleichzeitig drei Dutzend Journalisten anwesend waren, erhöhte die mediale Aufmerksamkeit der Aktion.

Am Dienstag war dann Daimler an der Reihe. Die Live-Berichterstattung blieb den Stuttgartern allerdings erspart. Gegen Mittag erklärte der Autobauer in einer dürren Mitteilung, dass...

 
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