Razzia
Kartellamt durchsucht Holzverarbeiter

Das Bundeskartellamt ist in bundesweiten Razzien gegen Spanplatten-Hersteller dem Verdacht illegaler Preisabsprachen nachgegangen. Betroffen waren nach eigener Auskunft auch der Oberpfälzer Holzverarbeiter Pfleiderer.

HB DÜSSELDORF/MÜNCHEN. Ein Kartellamtssprecher sagte am Freitag in Bonn, Beamte der Behörde hätten sieben Unternehmensgruppen und die Zentrale eines Verbands der Branche durchsucht. Die Firmen stünden auch im Verdacht, Produktionsmengen abgesprochen zu haben. Die Beamten hätten Dokumente sichergestellt, die nun ausgewertet würden. Können die Kartellwächter solche Absprachen nachweisen, drohen den beteiligten Unternehmen empfindliche Geldstrafen. Der Sprecher wollte keine Firmennamen nennen.

Mehrere Unternehmen räumten Durchsuchungen ein. Ein Pfleiderer-Sprecher sagte: "Im Rahmen von bundesweiten Untersuchungen wurde auch der Hauptsitz von Pfleiderer durchsucht." Zugleich betonte er, sein Unternehmen weise "den Verdacht auf wettbewerbsbeschränkendes Verhalten vehement zurück".

Die deutsche Niederlassung des österreichischen Holzverarbeiters Egger in Brilon wurde ebenfalls durchsucht. "Wir haben Unterlagen übergeben", sagte eine Egger-Sprecherin. Auch bei der Glunz AG in Meppen, einer Tochter der portugiesischen Sonae, wurden die Wettbewerbshüter vorstellig. Es habe unter anderem Durchsuchungen der Zentrale gegeben, sagte eine Sprecherin. Glunz beschäftigt nach eigenen Angaben 2300 Mitarbeiter an sieben Standorten.

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