Reaktion auf Pannenserie
Vattenfall wechselt Chef aus

Der Energiekonzern Vattenfall wechselt seinen bisherigen Chef Lars G. Josefsson aus, der für die massiven Probleme in Deutschland verantwortlich gemacht wird. Josefsson bleibt allerdings noch bis Mitte kommenden Jahres im Amt.
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hst/HB STOCKHOLM. Der Norweger Oystein Loseth (51) wird neuer Chef beim schwedischen Energiekonzern Vattenfall. Er löst den wegen massiver Probleme bei der deutschen Vattenfall-Tochter in die Kritik geratenen Lars G. Josefsson (59) ab. Wie am Montag in Stockholm mitgeteilt wurde, soll Josefsson bis Sommer 2010 im Amt bleiben. Vorher werde sich Loseth als Vize- Konzernchef „einarbeiten“.

Schwedens Regierung hatte Josefsson wegen weitgehender Haftungsverpflichtungen für die norddeutschen Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel öffentlich attackiert. Er wird auch für die Pannenserien in beiden Anlagen mit mehr als zweijährigem Stillstand verantwortlich gemacht.

Von vornherein wurden dem 1958 geborenen Norweger Øystein Løseth die größten Chancen eingeräumt. Er ist seit Juli Chef des holländischen Energieunternehmens Nuon, das Vattenfall erst vor kurzem übernommen hatte. Vor Nuon war er beim norwegischen Energieversorger Statkraft und dem Ölriesen Statoil. Ein weiterer Kandidat war Tuomo Hatakka. Der 53-jährige Finne ist seit Anfang 2008 Chef von Vattenfall Europe.

Dritter im Bunde war Hans von Uthmann. Bis zu seinem überraschenden Rücktritt vergangene Woche war der 51-Jährige verantwortlich für das nordeuropäische Vattenfall-Geschäft. Eine hausinterne Lösung, wie sie sich jetzt abzeichnet, wird von Analysten wie Michael Andersson von der Evli Bank kritisch gesehen: Nur ein völlig Unbelasteter könne den Staatskonzern wieder auf Vordermann bringen, sagte er.

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