Regierung will nachverhandeln
HDW baut zwei U-Boote für Portugal

Die Kieler HDW-Werft wirt zwei U-Boote für Portugals Marine bauen. Der Auftrag hat ein Volumen von fast 850 Millionen Euro. Das deutsche Angebot hatte das der französischen DCN Staatswerf um rund 100 Millionen Euro unterboten.

HB KIEL/LISSABON. Das sagte Verteidigungsminister Paulo Portas in Lissabon. Einen Termin zur Erteilung des Auftrages nannte er aber nicht. HDW-Sprecher Jürgen Rohweder bestätigte am Freitag die Absicht der Portugiesischen Regierung, zwei U-Boote sowie eine weitere Option in Kiel in Auftrag zu geben. „Jetzt werden wir in Verhandlungen eintreten“, sagte Rohweder.

Nach Presseberichten vom Freitag will die portugiesische Regierung erreichen, dass HDW das Angebot noch preiswerter macht, da im Haushalt nur etwa 816 Millionen Euro für die Beschaffung vorgesehen seien. Das erste U-Boot solle 2009 geliefert werden.

Die Offerte aus Deutschland sei auch in punkto Technik, Logistik, Wartung und Zahlungsmodalitäten besser, sagte Portas. Zur Wahl stünden zwei Versionen im Wert von 845,6 und 799,2 Millionen Euro. Die U-Boote sollen auch im Kampf gegen den internationalen Drogenschmuggel und die illegale Einwanderung über das Meer eingesetzt werden. Die Marine Portugals, im 15. Jahrhundert die führende Seemacht Westeuropas, ist nach Presseberichten in akuter Finanznot. Ihre einzigen beiden U-Boote sind fast 40 Jahre alt, ein drittes musste kürzlich verschrottet werden, weil es nicht mehr seetüchtig war.

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