Rekordabsatz
BMW fährt Daimler davon

Im August hat BMW so viele Autos wie noch nie verkauft. Der Autobauer profitiert vom China-Geschäft und der starken Nachfrage nach Luxus-Modellen. An der Börse kommen die aktuellen Zahlen gut an.
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München Die Konjunkturabkühlung in weiten Teilen der Welt kann BMW nicht bremsen. Der Auto-Hersteller teilte am Freitag mit, im August so viele Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert zu haben wie noch nie in diesem Monat. Der Absatz stieg um 9,7 Prozent auf 121.615 Wagen.

Vor allem die Marke Mini verzeichnete hohe Zuwächse. Damit nahmen die Münchner gegenüber Juli wieder Fahrt auf und schlugen sich viel besser als Daimler. An der Börse kamen die Zahlen gut an: BMW-Aktien verteuerten sich um zwei Prozent auf 58,39 Euro.

Vertriebsvorstand Ian Robertson sagte, im August sei der Verkauf der 1er-Reihe, der 3er Limousine, der Geländewagen X1 und X3 sowie der 6er-Serie besonders gut gelaufen. "Wir rechnen auch in den kommenden Monaten mit einer positiven Absatzentwicklung. Damit liegen wir voll auf Kurs, im Gesamtjahr eine neue Bestmarke bei den Auslieferungen zu erreichen." Im Gesamtjahr 2011 hatte BMW 1,67 Millionen Fahrzeuge abgesetzt. In den ersten acht Monaten betrug das Plus knapp acht Prozent auf gut 1,15 Millionen Einheiten.

Vor allem in Asien glänzte BMW im August mit einem Absatzplus von knapp 30 Prozent, noch stärker war es in China mit mehr als 37 Prozent. In Amerika fehlen dagegen einige Modelle, so dass dort fast drei Prozent weniger verkauft wurden. Das soll sich in den nächsten Monaten durch mehrere Markteinführungen ändern.

Im krisengeplagten Europa konnte der Dax-Konzern immerhin ein Plus von fünf Prozent einfahren. In Frankreich, Großbritannien, Belgien, Österreich und der Schweiz lief es rund, während der Absatz in Italien um ein Viertel einbrach. Im schuldengeplagten Südeuropa ist die Lage unverändert schwierig.

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Kommentare zu " Rekordabsatz: BMW fährt Daimler davon"

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  • Die Stärke von BMW resultiert zum Teil aus der Schwäche von Mercedes. MB ist nicht mehr konkurenzfähig; Dr. Z. ist ein Sprücheklopfer der seine Kunden und Aktionäre für dumm verkauft.

  • Es ist doch klar, daß die Geschäftspolitik von Mercedes nicht funktioniert. Nach fast 20 Jahren BMW habe ich einen B200 gekauft. An allen Ecken und Enden macht das Auto Geräusche innerhalb der ersten 5.000 km. Keiner ist bei Mercedes zuständig. Wenn Sie massiv werden, gibt es nur eine Antwort; Sprechen Sie mit Ihrem Händler. So war es beim BMW vor 20 Jahren auch.

    Diese lausige Qualität von Mercedes und keiner ist bei Reklamationen zuständig, gibt sicherlich BMW einen großen Marktvorteil.

  • +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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