Rekordgewinn und mehr Dividende
BMW hat kräftigen Rückenwind

Der Autobauer BMW strotzt nach einem Rekordgewinn vor Selbstbewusstsein. Die Modelloffensive hat dem Autokonzern die Bilanz so richtig verschönt. BMW-Chef Helmut Panke kündigte eine Dividendenerhöhung, ein Aktienrückkaufprogramm und weiteres Wachstum an.Eine konkrete Prognose für das laufende Jahr gab BMW noch nicht.

HB MÜNCHEN. „Wir sind in den vergangenen Jahren mit unserer Fahrzeugpalette, Marktpräsenz und Finanzkraft in eine neue Größenordnung gewachsen und damit stärker als je zuvor“, sagte BMW-Chef Helmut Panke am Donnerstag in München. BMW erreichte 2004 das Ziel, bei allen wichtigen Kennziffern neue Bestwerte zu erzielen. Der Vorsteuer-Gewinn stieg um 11 Prozent auf erstmals gut 3,5 Milliarden Euro. Während Konkurrenten wie Volkswagen und Mercedes mit Ertragsproblemen kämpfen, konnte BMW die Margen nochmals verbessern. Die Vorsteuer-Umsatzrendite stieg von 7,7 auf 8,0 Prozent. Der Überschuss legte um 14 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zu. Mit einem Kursanstieg um zeitweise 5 Prozent auf 34,80 Euro war die BMW-Aktie nach Vorlage der Zahlen bester Wert im Deutschen Aktienindex Dax.

Die Ertragssituation verbessern konnte BMW in der Autosparte und bei den Finanzdienstleistungen. Bei den Motorrädern brach das Vorsteuerergebnis dagegen ein. Als Folge der Gewinnsteigerung unter dem Strich soll die Dividende von 0,58 auf 0,62 Euro je Stammaktie und von 0,60 auf 0,64 Euro je Vorzugsaktie erhöht werden. Zudem soll die Hauptversammlung einen Rückkauf eigener Aktien im Umfang von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals beschließen. „Damit trägt das Unternehmen der nachhaltigen Ertragsstärke des operativen Geschäfts Rechnung“, hieß es. Durch den Rückkauf von Aktien sind weniger Anteilsscheine im Umlauf. Dadurch steigt der Gewinn pro Aktie. Unternehmen versprechen sich davon eine Steigerung der Aktienkurse.

BMW profitierte im vergangenen Jahr von seiner Modelloffensive mit unter anderem dem neuen X3, dem neuen 1er-BMW und der 6er-Reihe. Der Umsatz stieg wie BMW bereits berichtete um 6,8 Prozent auf 44,3 Milliarden Euro. Die Zahl der verkauften Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce wuchs um gut 9 Prozent auf gut 1,2 Millionen. Im laufenden Jahr sollen laut früheren Angaben Umsatz und Absatz weiter steigen. Mit Gewinnprognosen hielt sich der Konzern mit Hinweis auf den starken Euro und die steigenden Rohstoffpreise bisher zurück.

Langfristig sieht Panke den Konzern aber in jedem Fall gut positioniert. Dazu sollen auch zwei neue Modellreihen beitragen, die vor zwei Wochen auf dem Genfer Autosalon angekündigt wurden. Dabei soll es sich zum einen um eine Art Van handeln. Die zweite Reihe soll eine erhöhte Sitzposition und das Auto soll Allrad-Antrieb wie in einem Geländewagen bieten, aber mit der äußerlichen Anmutung eines Coupés.

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