Roboterbauer
Kuka feiert Rekordjahr

Der Boom in der Autoindustrie hat dem Roboter- und Anlagenbauer Kuka ein Rekordjahr beschwert. Umsatz und Gewinn erreichten 2011 Spitzenwerte. Gleichzeitig kündigte der Finanzvorstand an, den Konzern zu verlassen.
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MünchenDank des Booms in der Autoindustrie hat der Roboter- und Anlagenbauer Kuka das vergangene Jahr mit Rekordwerten abgeschlossen. Der Umsatz schwoll nach Angaben von Dienstag 2011 auf 1,44 Milliarden Euro an - das ist ein Drittel mehr als im Vorjahr und mehr als die 1,359 Milliarden Euro, die Analysten im Schnitt erwartet hatten. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) verdreifachte sich fast auf 73 Millionen Euro. Sowohl die Robotersparte als auch das Segment Anlagenbau hätten zu den Rekordwerten beigetragen, hieß es.

Die Ebit-Marge lag bei 5,1 Prozent. Angekündigt hatte Kuka eine Rendite von mindestens fünf Prozent und einen Umsatz von rund 1,35 Milliarden Euro. Der Auftragseingang des Augsburger Konzerns kletterte um 36 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro, vor allem dank zahlreicher Großaufträge für Anlagen zum Karosseriebau oder zur Montage, die Kunden aus der Autoindustrie bestellt hatten. Der Auftragsbestand erhöhte sich um 15 Prozent auf 724 Millionen Euro; damit dürfte die Auslastung für die nächsten sechs bis sieben Monate gesichert sein. Eine Prognose für 2012 will Kuka bei der Bilanzpressekonferenz am 28. März abgeben.

Die der Maschinenbauer weiter mitteilte, muss sich das Unternehmen einen neuen Finanzchef suchen. Amtsinhaber Stephan Schulak habe dem Aufsichtsrat mitgeteilt, dass er für eine weitere Periode über den 30. September 2012 hinaus nicht zur Verfügung stehe. Bis dahin werde er sein Amt ausüben. Ein Nachfolger steht den Angaben zufolge noch nicht fest. Zu den Gründen für Schulaks Ausscheiden wollte sich ein Konzernsprecher nicht äußern. Der 43-jährige Betriebswirt verlasse das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Ob er bereits einen anderen Job hat, blieb offen. Wie der Sprecher weiter sagte, läuft der Vertrag von Kuka-Vorstandschef Till Reuter bis Ende 2013.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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