Roland-Berger-Partner zur Türkei-Krise
„In Vorstandsetagen müssen alle Alarmglocken klingeln“

PremiumEnteignungen, willkürliche Verhaftungen, schwarze Listen: Die 6.800 deutschen Firmen in der Türkei stehen vor enormen Risiken. Roland-Berger-Partner Sascha Haghani erläutert, wie Daimler, BASF & Co. jetzt reagieren müssen.

DüsseldorfHerr Haghani, die deutsch-türkischen Beziehungen sind an einem Tiefpunkt angelangt. Worauf muss sich die deutsche Wirtschaft jetzt einstellen?
Prinzipiell sind die deutschen Unternehmen durch ihre starke Exportorientierung gewohnt, mit Risiken in Auslandsmärkten umzugehen. Neu ist, wie schnell sich ein Land wie die Türkei, das bis vor ein, zwei Jahren noch als sicherer Hafen für Investitionen galt, auf einmal in eine Region der Instabilität verwandelt. Die entscheidende Frage ist jetzt: Wie stark kann die Situation noch eskalieren? Und da glaube ich, dass wir den Tiefpunkt in den deutsch-türkischen Beziehungen noch nicht gesehen haben.

Sie rechnen mit einer weiteren Eskalation?

 
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