Rückrufaktion
Mattel entschuldigt sich bei Chinesen

Überraschende Wende im Spielzeug-Skandal: Der Barbie-Konzern Mattel entschuldigt sich beim chinesischen Volk. Nicht die asiatischen Zulieferer tragen die Verantwortung für den Bleiskandal im Kinderzimmer sondern der US-Konzern selbst.

HB PEKING. Der US-Konzern Mattel hat sich in einem Aufsehen erregenden Schritt bei China wegen seiner jüngsten Spielzeug-Rückrufaktionen entschuldigt. Die meisten Defekte seien auf Planfehler von Mattel und nicht auf Fehler der chinesischen Zulieferer zurückzuführen, erklärte Mattel am Freitag. Außerdem seien mehr Spielzeuge wegen angeblich zu hoher Bleibelastung zurückgerufen worden, als gerechtfertigt gewesen sei.

„Unserem Ruf ist dadurch in jüngster Zeit geschadet worden“, sagte der fürs weltweite Geschäft zuständige Mattel-Manager Thomas Debrowski bei einem Treffen mit dem Chef der chinesischen Qualitätskontrolle, Li Changjiang, in Peking. „Mattel übernimmt die volle Verantwortung für diese Rückrufe und entschuldigt sich persönlich bei Ihnen, dem chinesischen Volk und all unseren Kunden, die diese Spielwaren erhalten haben.“

Der Barbiepuppen-Hersteller hatte in diesem Sommer innerhalb weniger Wochen rund 21 Millionen in China hergestellte Spielzeuge wegen eines unzulässig hohen Bleigehalts zurückgerufen, darunter auch Zubehör von Barbie-Puppen. Zuvor waren bereits eine Reihe von chinesischen Produkten in Europa und den USA wegen Sicherheitsmängeln kritisiert worden. Mattel-Chef Robert Eckert kündigte kürzlich vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses verstärkte Sicherheitstests an.

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