Rüttgers-Pläne zurückgewiesen
Müller hat Anspruch auf RAG-Stiftungsvorsitz

Die RAG hat Äußerungen von NRW-Ministerpräsident Rüttgers zurückgewiesen, nach denen RAG-Chef Werner Müller wegen seiner Vergangenheit als Wirtschaftsminister einer künftigen RAG-Stiftung nicht vorstehen dürfe. Stattdessen übte der Konzern seinerseits Kritik an den Plänen des Politikers.

HB DÜSSELDORF. Der Mischkonzern RAG hat den Anspruch seines Vorstandschefs Werner Müller auf einen Wechsel an die Spitze der künftigen RAG-Stiftung bekräftigt. Ein Konzernsprecher reagierte damit am Samstag auf Äußerungen des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers, der sich gegen Berufspolitiker an der Stiftungsspitze ausgesprochen hatte. „Müller war über 30 Jahre in der Energiewirtschaft tätig und nur ganze vier Jahre als Minister. Berufspolitiker sehen wohl anders aus“, sagte der Sprecher.

Rüttgers hatte in einem Interview mit der Online-Ausgabe des des Magazins „Wirtschaftswoche“ gefordert: „Die Stiftung darf nicht politisiert werden, deshalb sollten an der Spitze auch keine aktiven oder ehemaligen Berufspolitiker stehen.“ Dazu sagte der RAG-Sprecher: „Auch wir wollen eine Politisierung vermeiden. Deshalb gehen wir davon aus, dass Rüttgers' Vorschlag auch für die Besetzung des gesamten Kuratoriums gilt.“ Verhandlungskreisen zufolge will Rüttgers den Stiftungsvorstand vor allem mit Politikern und einem Vertreter der Gewerkschaft IG BCE besetzen.

Der parteilose Müller war Wirtschaftsminister in der rot-grünen Bundesregierung von Gerhard Schröder. Die Stiftung soll mit Hilfe von Erlösen des geplanten RAG-Börsengangs für die Folgekosten des Steinkohlebergbaus aufkommen.

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