Ruf in Qualitätsfragen bereits stark beschädigt
Mitsubishi Fuso ruft weitere Fahrzeuge zurück

Es ist nicht einmal einen Monat her, dass Mitsubishi Fuso 917 000 Nutzfahrzeuge zurückrufen musste. Am Montag kündigte der mehrheitlich zur Daimler-Chrysler gehörende japanische Hersteller nun erneut eine Rückrufaktion für große Lastkraftwagen an.

HB TOKIO. Noch sei nicht klar, wie viele Fahrzeuge zurückgerufen werden müssten, gab das zu 65 % zum Stuttgarter Konzern und zu 20 zur japanischen Mitsubishi Motors gehörende Unternehmen am Montag in Tokio bekannt. Die Wirtschaftszeitung „Nihon Keizai Shimbun“ berichtete von rund 60 000 Fahrzeugen mit Defekten an den Naben der Vorderräder. „Wir werden am Mittwoch bei der regelmäßigen Pressekonferenz offiziell etwas zu der geplanten Aktion mitteilen“, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Betroffen seien einige Groß-Lkw, die nach 1995 hergestellt worden seien.

Fusos Ruf in Qualitätsfragen war bereits stark beschädigt worden, als der deutsche Unternehmenschef Wilfried Porth im Mai angekündigt hatte, das frühere Management habe acht Jahre lang Informationen über Defekte an Fahrzeugen vor den Behörden geheim gehalten. Gegen einen früheren Präsidenten, einen Vizepräsidenten und einige weitere Manager laufen deshalb gerichtliche Ermittlungen. Defekte an Fuso-Fahrzeugen wurden mindestens für den Tod zweier Verkehrsteilnehmer in Japan verantwortlich gemacht. Wie die Zeitung „Nihon Keizai Shimbun“ weiter berichtete, wären mit dem neuesten Rückruf alle von Fuso seit 1983 gebauten Groß-Lkw zurückgerufen worden. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen insgesamt 95 000 Lkw und Busse abgesetzt.

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