Rumpfgeschäftsjahr
Repower steigert Gewinn

Der Windkraftanlagenbauer Repower hat im Zeitraum Januar bis März seinen Gewinn deutlich gesteigert. Für das kommende Geschäftsjahr gibt sich das Unternehmen optimistisch. Repower profitiert von steigenden Ölpreisen, leidet aber unter der Verteuerung des wichtigen Rohstoffs Stahl.

HB HANNOVER. Das Unternehmen gebe die höheren Kosten an die Kunden weiter, doch bestehe das Risiko, dass manche Kunden ihre Aufträge deswegen hinausschöben, sagte Vorstandschef Per Hornung Pedersen am Montag bei der Präsentation der Geschäftszahlen für die ersten drei Monate des Jahres. Andererseits sei die Nachfrage nach Windrädern aber unverändert stark - was auch mit der Hausse am Ölmarkt zusammenhänge. „Die Marktnachfrage ist intakt bis 2020.“

Bis dahin will die EU den Anteil der erneuerbaren Energien auf 20 Prozent zu erhöhen, wovon ein großer Teil auf Windkraft entfallen dürfte. „Aber eine große Herausforderung sind die Stahlpreise“, sagte Pedersen. Im Einkauf habe sich Repower zwar für eine gewisse Zeit über Langfristverträge abgesichert. Bei den Herstellern der Stahltürme, auf die die Windräder montiert werden, würden die Preise aber viertel- bis halbjährlich ausgehandelt. Auch Repower habe in den den Rahmenverträgen mit seinen Kunden Klauseln durchgesetzt, die Preissteigerungen ermöglichten, sagte Pedersen. Daher sei es denkbar, dass manche Kunden die bestellten Windräder erst ein Quartal später haben wollen.

Im laufenden Jahr spürte Repower davon noch nichts. Im Rumpfgeschäftsjahr 2008 (Januar bis März) stieg der Umsatz um die Hälfte auf 147 Mill. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erhöhte sich auf 3,1 (Januar bis März 2007: 0,3) Mill. Euro, der Nettogewinn auf 1,4 (0,02) Mill. Euro. Ende März habe Repower Aufträge über knapp 696 (498) Windräder in den Büchern gehabt, was einem Wert von rund 1,4 (0,9) Mrd. Euro entspreche.

Angesichts dessen rechnet der Konzern für das seit April laufende Geschäftsjahr 2008/09 unverändert mit einem Anstieg der Erlöse auf 1,1 Mrd. Euro und einer Umsatzrendite (Ebit-Marge) von 5,5 bis 6,5 Prozent. Das entspräche einem Ebit von 60,5 bis 71,5 Mill. Euro. „Noch zwei bis drei Jahre werden wir unseren Umsatz um 40 bis 50 Prozent jährlich steigern können“, sagte Finanzchef Pieter Wasmuth. Die Jahre 2010/11 und 2011/12 seien bereits zu 80 Prozent durch bestehende Aufträge etwa von EdF, Electrabel und Enertad abgesichert.

Repower verwies auch auf bestehende Rahmenverträge über vier Mrd. Euro. Repower verhandelt mit RWE zudem über einen Rahmenvertrag über die Lieferung von Windrädern mit einer Leistung von insgesamt 1900 Megawatt. Als Faustregel gilt in der Branche ein Auftragsvolumen von einer Million Euro pro Megawatt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%