Sanofi-Aventis wird ein Branchen-Schwergewicht, aber auf Kosten von Sanofis Dynamik
Pharma-Riese mit kleinem Handicap

Mit dem Zusammenschluss von Sanofi Synthélabo SA und Aventis SA entsteht der nach Pfizer Corp. und Glaxo Smithkline Plc. drittgrößte Pharmakonzern der Welt. Wie von Sanofi-Chef Jean-François Dehecq geplant, wird der neue Medikamenten-Riese mit 27 Mrd. Euro Umsatz und 90 Mrd. Euro Börsenwert Europas Präsenz in der Pharma-Topliga stärken. Doch wenn die Übernahme nach Papierform auch ein Pharma- Powerhouse entstehen lässt – die neue Sanofi-Aventis geht mit Hypotheken an den Start.

HB DÜSSELDORF/PARIS. „Der Konzern wird erst einmal mit sich selbst beschäftigt sein“, sagt ein Branchenkenner, der Sanofis Tauziehen mit der Schweizer Novartis AG um Aventis beobachtet hat. „Weil auch beim neuen Konzern vorerst keine neuen umsatzstarken Präparate kommen, liegt der Fokus der Restrukturierung klar auf der Kostenseite“, sagt der Berater.

Denn vor allem die knapp 16 Mrd. Euro Barkomponente des von 46 auf über 55 Mrd. Euro aufgestockten Gebots lasten schwer auf dem neuen Konzern – sie sind zu mindestens drei Vierteln kreditfinanziert. Dazu kommen 4 Mrd. Euro Schulden, die Aventis mitbringt. Jährlich will Dehecq durch die Integration 1,6 Mrd....

 
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