Schifffahrt
Frankreich steigt bei „Queen-Mary-2'-Werft ein

Der französische Staat ist mit 110 Mio. Euro bei der Werft Chantiers de l'Atlantique eingestiegen. Wie der Elysee-Palast mitteilte, gehören Frankreich künftig 33,34 Prozent des Unternehmens.

HB PARIS. Neben dem französischen Staat halten die Werftengruppe STX Europe (50,01 Prozent) und Alstom (16,65 Prozent) Anteile an der Werf, die unter anderem das Luxus-Kreuzfahrtschiff „Queen- Mary-2“ baute. Zudem ist die Werft für den Bau von Flugzeugträgern geeignet.

Frankreich sicherte sich den Anteil nach eigenen Angaben über einen Einstieg bei dem Werft-Mehrheitseigner STX France Cruise. Die Teilverstaatlichung ermögliche es, auf wichtige Unternehmensentscheidungen Einfluss zu nehmen, sagte Wirtschaftsministerin Christine Lagarde. Je nach Wertentwicklung der Werft muss Frankreich 2012 noch bis zu 83,3 Mio. Euro nachzahlen.

Nach Angaben des Elysee-Palastes vom Donnerstagabend soll die Beteiligung in den von Staatschef Nicolas Sarkozy geplanten strategischen Investitionsfonds zum Schutz von Schlüsselindustrien eingebracht werden. Der Investitionsfonds werde „jedes Mal massiv eingreifen, wenn ein strategisches Unternehmen Eigenmittel benötigt“, hatte Sarkozy bei der Vorstellung des Projekts im Oktober angekündigt.

Die defizitäre Werft in Saint-Nazaire gehörte einst dem Bahntechnik-Konzern Alstom , dieser musste sie aber 2006 im Rahmen eines Sanierungsprogramms verkaufen. Die norwegische STX Europe übernahm 75 Prozent der Anteile. Alstom blieb mit 25 Prozent mit im Boot.

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