Schlammschlacht in Wolfsburg
VW ist dauerhaft beschädigt

PremiumDie Vorwürfe Piëchs gegenüber den VW-Aufsichtsräten beschädigen den Konzern. Sie könnten aber auch dafür sorgen, dass in Wolfsburg endlich aufgeräumt wird. Denn ein personeller Neuanfang ist unumgänglich. Eine Analyse.

Seit dem 10. April 2015 ist Volkswagen im Ausnahmezustand. Der Tag, an dem der damalige Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn öffentlich das Vertrauen entzog, war der Anfang einer unvergleichlichen Demontage des Konzerns, des Managements und der Eigentümer. Diese Demontage mündet nun in eine Schlammschlacht, die das Unternehmen konsequent weiter beschädigt. Und die Beschädigung wird dauerhaft sein.

An der Spitze des Weltkonzerns in mehrheitlichem Familienbesitz erleben wir in diesen bald zwei Jahren ein Trauerspiel. Eigentümer schießen gegen andere Eigentümer, Aufsichtsräte gegen das Management. Dass dieses Spiel bisher keine Spuren im operativen Geschäft hinterlassen hat, liegt daran, dass Volkswagen

 
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