Schrott- und Strompreise belasten
Buderus-Gewinn im Rückwärtsgang

Der zum Stuttgarter Autozulieferer Bosch gehörende Heiztechnikspezialist Buderus hat in den ersten neun Monaten einen Rückgang des Konzernergebnisses verzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr waren anhaltend hohe Preise für Stahlschrott sowie höhere Strompreise zu verkraften, hieß es.

HB WETZLAR. Der Gewinn vor Steuern sei von Januar bis September um elf Prozent auf 98 Mill. € zurückgegangen, teilte Buderus am Mittwoch mit. Der Überschuss sank auf 64 (Vorjahr: 73) Mill. €. Der Umsatz sei binnen Jahresfrist aber um vier Prozent auf 1,414 Mrd. € gestiegen. Eine Geschäftsprognose für das Gesamtjahr 2003 gab Buderus zunächst nicht.

Buderus hat sich auf die drei Sparten Heiztechnik, Gusserzeugnisse und Edelstahlprodukte spezialisiert. Hauptumsatztreiber ist allerdings der größte Konzernbereich Heizungsprodukte. Hier setzte Buderus in den ersten drei Quartalen 924 Mill. € um - ein Plus von sieben Prozent zum Vorjahreszeitraum. Buderus profitierte dabei allerdings von den Zukäufen Boulter Boilers und Isian.

Im Konzernbereich Gusserzeugnisse schrumpfte der Umsatz indes um acht Prozent auf 235 Mill. €. Das sei ausschließlich auf den Verkauf des Zementgeschäftes zurückzuführen. Der Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf werde sich erst zum Jahresende beim Ergebnis zeigen, hieß es.

Bei Edelstahlerzeugnissen kletterte der Umsatz in den ersten neun Monaten dank hoher Auftragseingänge im Inland um sechs Prozent auf 255 Mill. €. Allerdings sei der Umsatz im Auslandsgeschäft um drei Prozent zurückgegangen. Buderus habe höhere Kosten für Schrott, Energie und andere Einsatzstoffe nur teilweise mit höheren Preisen ausgleichen können.

Bosch hatte den Wetzlaer Buderus-Konzern im Frühjahr für mehr als 1,5 Mrd. € übernommen. Seit Oktober steht Buderus unter einheitlicher Leitung mit dem Geschäftsbereich Bosch-Thermotechnik.

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