Schwacher Dollar half in die Gewinnzone
Grand Cherokee bleibt Österreicher

Mindestens bis 2009 soll der Chrysler Grand Cherokee noch bei Magna Steyr in Österreich gebaut werden. Damit widersprach der Auftragsproduzent Äußerungen von Chrysler-Chef Dieter Zetsche.

HB STUTTGART. Über die Produktion des Chrysler Voyager in Graz über das Jahr 2006 hinaus werde aber mit Daimler-Chrysler verhandelt. Magna Steyr widersprach damit am Montag Äußerungen von Chrysler-Chef Dieter Zetsche. „Wir haben bereits entschieden, den nächsten Grand Cherokee aus Nordamerika zu beziehen“, hatte dieser in einem Interview des Branchenblatts „Automotive News“ gesagt. Grund dafür sei der schwache Dollar, der die Produktion in Europa verteuere. Magna Steyr betonte dagegen, der bis 2009 und damit über den Modellwechsel hinaus geltende Vertrag werde eingehalten. Daimler-Chrysler habe auf Nachfrage erklärt, seine Pläne nicht ändern zu wollen.

Zetsche stellte in dem Interview auch den Fertigungsstandort des Vans Voyager in Frage: „Eine Entscheidung über den nächsten Voyager ist noch nicht gefallen, aber beim aktuellen Dollarkurs könnte es sinnvoller sein, die Produktion in Nordamerika zu konzentrieren“, sagte der Chrysler-Chef. „Über dieses Programm wird es rechtzeitig Gespräche zwischen Daimler-Chrysler und Magna Steyr geben“, teilte Magna Steyr dazu mit.

Magna Steyr montiert in Graz neben den Chrysler-Versionen für den europäischen Markt die Geländewagen der M-Klasse von Daimler-Chrysler, die Allradversionen der E-Klasse und seit Ende 2003 auch den BMW-Geländewagen X3. BMW hält einen Ausbau der Zusammenarbeit bei einem weiteren Modell für möglich.

Zetsche sagte, auch der schwache Dollar habe Chrysler 2003 in Europa zur Rückkehr in die Gewinnzone verholfen. Auch im laufenden Jahr werde die Daimler-Chrysler-Tochter auf dem alten Kontinent schwarze Zahlen schreiben. Er bekräftigte das Ziel von Chrysler, seinen Marktanteil in Europa innerhalb von fünf Jahren zu verdoppeln. „Wir haben jetzt 0,7 Prozent. Wir wollen bis 2007 1,0 Prozent erreichen und 1,4 Prozent bis 2009, vor allem dank der Einführung neuer Produkte“, sagte Zetsche in dem Interview.

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