Sicherung deutscher Interessen
Berlin signalisiert Einstieg bei EADS

Zur Sicherung deutscher Interessen im EADS-Konzern könnte notfalls der Staat einspringen. Mit diesem Signal will die Bundesregierung am heutigen Donnerstag in den deutsch-französischen Ministerrat in Paris gehen. Darauf haben sich nach Informationen des Handelsblattes aus Regierungskreisen Kanzleramt, Wirtschafts-, Finanz- und Verteidigungsministerium am Mittwoch geeinigt.

ink / str BERLIN. Die Staatssekretäre der beteiligten Ministerien hatten sich abgestimmt, um ein einheitliches Auftreten der deutschen Seite zu garantieren. Kanzleramt und Wirtschaftsministerium stellen damit zunächst ihre Bedenken gegen einen Einstieg in den Luftfahrt- und Rüstungskonzern zurück. Wirtschaftsstaatssekretär Joachim Wuermeling hatte dem „Tagesspiegel“ vor dem Treffen gesagt, „ein vorübergehender Einstieg der KfW ist für die Bundesregierung im Interesse des Luftfahrtstandortes Deutschland denkbar“. Er betonte allerdings, dass das Wirtschaftsministerium grundlegende Vorbehalte gegen einen dauerhaften Staatseinfluss habe: „Langfristig muss EADS unternehmerisch geführt werden.“

Frankreich hat Deutschland um aktive Hilfe bei der Lösung der aktuellen Airbus-Krise gebeten. Deutschland solle jedoch nicht zu einem Einstieg beim Mutterkonzern EADS gezwungen werden, sagte ein Vertrauter des französischen Präsidenten Chirac.

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