Siemens darf bald zum Zug kommen
Weg für VA-Tech-Übernahme ist frei

Bei der geplanten Übernahme des führenden österreichischen Technologiekonzerns VA Tech ist der Siemens-Konzern einen großen Schritt vorangekommen. Die staatliche Übernahmekommission in Wien hob die einjährige Verkaufssperrfrist mit sofortiger Wirkung auf, die nach dem gescheiterten Übernahmeversuch Anfang September in Kraft getreten war.

HB WIEN/MÜNCHEN. „Wir begrüßen das natürlich“, sagte ein Siemens-Sprecher am Freitag in München. Der Konzern wolle nun „zeitnah“ die nächsten Schritte einleiten.

Siemens Österreich hatte beantragt, die Sperrfrist für einen Verkauf zu verkürzen. Auch der Vorstand von VA Tech sprach sich für eine sofortige Aufhebung der Sperrfrist aus. Als nächstes muss Siemens nun bei der Übernahmekommission das detaillierte Übernahmeangebot vorlegen.

Eine Aufstockung des Angebots ist dabei weiterhin nicht geplant. Siemens hatte am Montag eine Offerte von 55 € je Aktie angekündigt. „Da wird es keine Erhöhung geben“, sagte Siemens-Finanzchef Heinz-Joachim Neubürger am Donnerstag auf der Bilanz- Pressekonferenz des Unternehmens. Auch der österreichische Industrielle Mirko Kovats habe keinen Paketaufschlag bekommen.

Siemens hatte am Wochenende bereits den Kauf der Victory Industriebeteiligung AG bekannt gegeben, die Kovats gehörte. Die Gesellschaft kontrolliert direkt und indirekt rund 16 % von VA Tech. Siemens wird damit größter Einzelaktionär vor der österreichischen Privatisierungs-Gesellschaft ÖIAG, die rund 14 % der Linzer VA Tech hält. Der VA Tech-Konzern ist unter anderem in der Metallurgie-Technik, Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie im Bereich der Infrastruktur tätig.

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