Siemens-Rivale
Alstom verbucht dickes Auftragsplus

Binnen Jahresfrist sind die Neubestellungen des französischen Elektrokonzerns um ein Fünftel gestiegen. Damit blickt Alstom optimistischer in die Zukunft als Konkurrent Siemens.
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ParisDer französische Elektrokonzern Alstom kann sich über pralle Auftragsbücher freuen. Im abgelaufenen Quartal seien die Neubestellungen binnen Jahresfrist um ein Fünftel auf gut sechs Milliarden Euro gestiegen, teilte der Siemens-Rivale am Donnerstag mit. Vor allem ein U-Bahnauftrag aus Paris über eine Milliarde Euro war für den starken Anstieg verantwortlich. Der Umsatz der Franzosen legte zwischen April und Juni um sechs Prozent auf rund 4,8 Milliarden Euro zu. „Es gibt weiter genug Ausschreibungen, vor allem in den Schwellenländern, aber auch in Europa für Transporttechnik“, erklärte Vorstandschef Patrick Kron. An der Börse kamen die Nachrichten gut an: Die Alstom-Aktie legte rund vier Prozent zu.

Im Geschäft mit Technik zur Erzeugung erneuerbarer Energie lief es allerdings zuletzt bei Alstom nicht rund. In dem Segment gingen Einnahmen und Neubestellungen zurück, nachdem der Konzern lediglich kleinere Aufträge aus Afrika und Brasilien an Land ziehen konnte. Die Sparte für konventionelle Kraftwerkstechnik brummt dagegen nach wie vor. Kron bekräftigte, die Einnahmen würden bis 2015 jährlich um mehr als fünf Prozent wachsen, die operative Marge leicht auf acht Prozent zulegen.

Alstom zeigte sich somit optimistischer als Konkurrent Siemens. Nachdem die Münchner im Frühjahr ihre Gewinnprognose gekappt haben, äußerte sich Finanzchef Joe Kaeser zuletzt skeptisch, ob sein Haus die niedrigeren Ziele erreichen kann. Zudem hinkt der Konzern beim Umsatzwachstum seinen wichtigsten Wettbewerbern hinterher, die sich mit Zukäufen verstärkt haben.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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