Siemens
Widerstand gegen VDO-Verkauf bröckelt

Der Widerstand der Arbeitnehmervertreter gegen einen Verkauf des Siemens-Autozulieferers VDO an einen Finanzinvestor lässt nach. Bei ausreichender Sicherheit der Arbeitsplätze werde man auch einem Verkauf zustimmen, heißt es.

HB MÜNCHEN. „Es kommt auf das Angebot an“, sagte der Vorsitzende des Siemens-Gesamtbetriebsrats, Ralf Heckmann, der Zeitschrift „Euro am Sonntag“. Favorisiert werde jedoch weiterhin ein Börsengang. Heckmann ist stellvertretender Vorsitzender des Siemens-Aufsichtsrats, der möglicherweise bereits auf seiner Sitzung am kommenden Mittwoch (25. Juli) eine Entscheidung über die Zukunft von VDO mit seinen 50 000 Mitarbeitern trifft.

Bisher hatte es viel Widerstand in Arbeitnehmerkreisen gegen einen möglichen Verkauf von VDO gegeben. Am Freitag forderte der VDO- Betriebsrat in Regensburg die Siemens-Führung dazu auf, den Börsengang wie geplant durchzuziehen. „Da ein Börsengang Geld für Investitionen bringt statt Schulden ist er einem Verkauf vorzuziehen“, hieß es in einem Schreiben an die Beschäftigten. Auf diesem Weg könnten Standort und Beschäftigung am besten gesichert werden.

Siemens hatte ursprünglich den Börsengang angekündigt, schließt aber inzwischen auch einen Komplettverkauf nicht aus. Laut Branchenkreisen bietet der Autozulieferer Continental elf Milliarden Euro. Die Offerte des US-Zulieferers TRW - hinter dem der Finanzinvestor Blackstone steht - soll sogar noch höher sein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%