„Signifikant besseres klinisches Ansprechen“
Schering mit Leukine-Ergebnissen zufrieden

Der Berliner Pharmakonzern Schering hat mit seinem Medikament „Leukine“ zur Behandlung der entzündlichen Darmkrankheit Morbus Crohn in einer Phase-II-Studie nach eigenen Angaben "viel versprechende Resultate erzielt".

HB FRANKFURT. In der Studie habe Leukine im Vergleich zu einem Placebo ein „signifikant besseres klinisches Ansprechen“ und „häufigere Remissionen“ bewirkt, teilte Schering am Dienstag mit. „Wir freuen uns über diese positiven Ergebnisse und werden das Potenzial von Leukine als einen neuen innovativen Ansatz bei der Behandlung von Morbus Crohn weiter untersuchen,“ sagte David Guy, Vice President Strategisches Marketing im Bereich Spezial-Therapeutika bei Schering. Schering werde nun Anfang 2004 mit einer klinischen Studie der Phase III starten.

Obwohl ein Wirksamkeitskriterium statistisch nicht erreicht wurde, sprachen Analysten insgesamt von guten Resultaten. „Ich habe keine Probleme mit diesen Ergebnissen“, sagte Marcus Konstanti, Analyst beim Bankhaus Sal. Oppenheim. „Insgesamt haben die Studienergebnisse die Erwartungen erfüllt,“ kommentierte auch Karl-Heinz Scheunemann vom Bankhaus Metzler. Die Schering-Aktie lag am Mittag mit 1,5 % im Minus bei gut 41 €. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen und wiesen auch darauf hin, dass die Ergebnisse weitgehend schon im Kurs enthalten seien.

In der Studie habe fast die Hälfte der mit Leukine behandelten Patienten eine Abnahme des sogenannten Aktivitätsindex für die Krankheit (CDAI) um mehr als 100 Punkte gezeigt. Niedrige Werte auf der CDAI-Skala bedeuten eine geringere Krankheitsaktivität. Mehr als ein Drittel der Patienten hätten zudem bis zum Ende der Studie eine deutliche klinische Remission gezeigt. Patienten in der Placebo-Gruppe hätten bei beiden Kriterien mit erheblich schlechteren Werten abgeschnitten. Beim Endpunkt eines Absinkens des CDAI um 70 Punkte sei hingegen im Vergleich mit dem Placebo keine statistische Signifikanz erzielt worden. Zwar habe Leukine bei 54 % aller Patienten ein Absinken um diese Größe erzielt, bei dem Placebo waren es jedoch immerhin noch 44 %.

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