Solarbranche
SMA Solar gibt keinen Ausblick

SMA Solar ist mit wenig sonnigen Zahlen ins Jahr 2009 gestartet. Der Solartechnik-Hersteller ist zu Jahresbeginn voll von der Branchenkrise erfasst worden. Und einen Ausblick gibt es weiterhin nicht.

HB NIESTETAL. Der operative Gewinn (EBIT) von SMA Solar brach um 75 Prozent auf sechs Mio. Euro ein. Damit lag das Unternehmen noch unter den Schätzungen der Analysten, die 6,6 Mio. Euro erwartet hatten. Der Überschuss verringerte sich von 17,3 auf 5,5 Mio. Euro. Die Erwartungen lagen bei 5,9 Mio. Euro. Der Umsatz verschlechterte sich um 25 Prozent auf 87 Mio. Euro. Analysten hatten mit 79,2 Mio. Euro gerechnet. Die Gewinn-Marge stürzte von 21,1 auf 6,9 Prozent ab.

Der Vorstand blieb bei seinem Ausblick vorsichtig und gab erneut keine konkrete Prognose. Das Management habe sich auf leichtes Wachstum, aber auch auf einen leichten Umsatzrückgang vorbereitet, heißt es im Quartalsbericht. Wegen des schlechten Jahresauftakts sei trotz der in vielen Ländern ausgebauten Förderung der Solarenergie und der gesunkenen Preise für Module eine rückläufige Marktentwicklung in diesem Jahr nicht mehr auszuschließen.

SMA stellt Wechselrichter her. Das sind zentrale Komponenten einer Solaranlage. Sie wandeln den dort erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, ihre Leistungsfähigkeit ist entscheidend für die Effizienz einer Solaranlage. Mit einem einem Marktanteil von weltweit knapp 40 Prozent ist SMA direkt von der Entwicklung der gesamten Solarbranche abhängig und bekommt die eingebrochene Nachfrage deutlich zu spüren. Deshalb gilt das Unternehmen auch als wichtiger Indikator für die Entwicklung der gesamten Branche. Von der erwarteten Erholung des Marktes dürfte SMA deutlich profitieren, schätzen Analysten.

Seit Mitte März zeichne sich eine „deutliche Belebung“ der Nachfrage in allen Segmenten ab, berichte SMA. Die Entwicklung werde insbesondere vom deutschen Markt getragen. Allerdings sei wegen der kurzen Lieferzeiten von zwei bis drei Wochen nicht absehbar, ob diese Entwicklung nachhaltig sein wird und den schlechten Jahresauftakt wettmachen kann. Im Vergleich zum Auftaktquartal erwartet der Vorstand eine Umsatzsteigerung von mindestens 65 Prozent auf etwa 145 bis 165 Mio. Euro.

Das Unternehmen produziert nur auftragsbezogen. „Unser Fertigungskonzept erlaubt es uns, die Kapazitäten schnell auf die entsprechende Nachfrage anzupassen“, sagte Vorstandschef Günther Cramer laut Mitteilung. „So konnten wir trotz des Umsatzrückgangs das erste Quartal profitabel abschließen.“

Für weiteres Wachstum sieht sich SMA gut gerüstet. Ende März verfügte das Unternehmen über liquide Mittel von 222 Mio. Euro, die größtenteils aus dem Börsengang im Juni 2008 stammten. Das Geld investiert das Unternehmen unter anderem in den Ausbau seiner Produktion. Bereits im April hat eine neue Fabrik in Kassel ihren Betrieb aufgenommen, 2010 ist eine Produktionsstätte in den USA geplant. Auch Asien hat der Vorstand nach früheren Angaben im Blick.

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