Solarbranche
SMA Solar will 2010 weiter wachsen

SMA Solar will auch nach dem bisherigen Rekordjahr den eingeschlagenen Wachstumskurs fortsetzen. Und die Auftragsbücher sind voll.
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HB NIESTETAL. Der Solartechnik-Hersteller SMA Solar ist nach einem Rekordjahr 2009 auch für 2010 optimistisch. "Es ist zwar noch schwer zu sagen, wie sich der Markt entwickelt. Wir gehen aber auch im kommenden Jahr von Wachstum aus", sagte der Chef der TecDax-Gesellschaft, Günther Cramer, in einem Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Auch in Deutschland rechne er mit einer positiven Entwicklung, es müsse aber abgewartet werden, welche Einschnitte die Bundesregierung bei der Solarförderung plant.

Einen so wechselhaften Verlauf wie in diesem Jahr erwartet Cramer nicht mehr. "2009 war schon verrückt, die Entwicklung hat niemand vorhersehen können", sagte der Firmengründer. Anders als vielen anderen Solarunternehmen gelang es dem Wechselrichter-Produzenten SMA, sich trotz des heftigen Nachfrage-Einbruchs in den ersten sechs Monaten in den schwarzen Zahlen zu halten und dem beispiellosen Boom in der zweiten Jahreshälfte mit dem Ausbau der Produktion weitgehend nachzukommen. Zuletzt erhöhte das Unternehmen zweimal binnen eines Monats seine Prognose. Nun erwartet der Vorstand einen Rekordumsatz von 850 bis 900 Mio. Euro und eine EBIT-Marge von 23 bis 25 Prozent. Den weltweiten Marktanteil bezifferte SMA für die ersten neun Monate auf 45 bis 50 Prozent.

"Haben wir im ersten Quartal gerade einmal 20.000 Wechselrichter pro Monat hergestellt, sind es zum Jahresende 80 000", erklärte Cramer. Erneut habe sich die hohe Flexibilität von SMA bewährt. Das Unternehmen produziert nur auf Bestellung, ein Lager gibt es nicht. "So können wir auf Kundenwünsche schnell reagieren", erklärte Cramer. Bei SMA seien Lieferzeiten von weniger als 14 Tagen üblich. Der Unternehmenschef räumte aber ein, dass wegen des Nachfrage-Booms in den vergangenen Monaten diese Zeitlimit seit einigen Wochen nicht mehr eingehalten wurde. Das Problem sei, dass die Zulieferer nicht schnell genug ihre Kapazität erhöhen konnten und so einzelne Komponenten fehlten.

Weil die Auftragsbücher wegen der stockenden Abarbeitung noch voll sind, rechnet Cramer zu Beginn des neuen Jahres nicht mit einem erneuten Einbruch wie zum Jahresbeginn 2009. "Es gibt schon reichlich Aufträge für das erste Halbjahr." Vor diesem Hintergrund will das Unternehmen innerhalb der nächsten sechs Monaten seine Produktionskapazitäten durch Zwischenlösungen kurzfristig fast verdoppeln. Bereits in diesem Jahr stieg die Zahl der Mitarbeiter um über 1 000 auf mehr als 3 800. "Wir hoffen sehr, dass die saisonalen Schwankungen in 2010 geringer werden", sagte Cramer. "Das wäre auch für unsere Mitarbeiter angenehmer und ein Beitrag zur weiteren Reduktion der Kosten."

"Wir erwarten auch 2010 im Weltmarkt eine Steigerung", betonte Cramer. Große Hoffnungen setzt der SMA-Chef auf die USA. "Die Frage ist nicht, ob, sondern wie schnell sich der Markt dort entwickelt", sagte er. SMA baut derzeit in Denver im Bundesstaat Colorado ein neues Werk. "Damit wollen wir für den dortigen Markt unsere Lieferzeiten, die Kosten für Transport und Zwischenlagerung sowie das Wechselkursrisiko reduzieren." Der Aufbau gehe planmäßig voran. Die ersten Verträge mit Zulieferern seien bereits unter Dach und Fach.

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