Solarindustrie
Abschreibungen setzen Solon unter Druck

Der anhaltende Preisverfall in der Photovoltaikbranche und Abschreibungen in Millionenhöhe haben den Berliner Solarmodulhersteller Solon im ersten Halbjahr noch tiefer in die roten Zahlen gerissen als erwartet. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von rund 110 Millionen Euro. Der Konzern kündigte aber ein Restrukturierungsprogramm an.

HB BERLIN. Der anhaltende Preisverfall in der Photovoltaikbranche und Abschreibungen in Millionenhöhe haben den Berliner Solarmodulhersteller Solon im ersten Halbjahr noch tiefer in die roten Zahlen gerissen als erwartet. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 110,1 Mio. Euro, wie die TecDax-Gesellschaft am Dienstag mitteilte. Analysten hatten mit einem Verlust von 95,9 Mio. Euro gerechnet.

Solon musste unter anderem 52 Mio. Euro auf eine insolvente Beteiligung in Frankreich abschreiben. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch einen Überschuss von 17,9 Mio. Euro erzielt. Vorbörslich geriet die Aktie unter Druck.

Operativ fiel in der ersten Jahreshälfte ein Verlust von 52,6 Mio. Euro an. Das war ebenfalls schlechter als erwartet. Der Umsatz brach im Vergleich zum Vorjahr um 71 Prozent auf 119,4 Mio. Euro ein. Erwartet wurden Erlöse von 147,4 Mio. Euro. Für die zweite Jahreshälfte rechnet der Solon-Vorstand mit einer deutlichen Belebung der Nachfrage.

Eine Umsatz und Ergebnisprognose wollte das Unternehmen wegen des weiter schwierigen wirtschaftlichen Umfelds erneut nicht geben. Es kündigte aber ein Restrukturierungsprogramm an. Damit sollen künftig pro Jahr 15 Mio. Euro eingespart werden.

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