Solarworld-Chef Asbeck
„Energieriesen wollen uns kaputtmachen“

Solarworld-Chef Frank Asbeck hat der Bundesregierung vorgeworfen, mit der Kürzung der Solarförderung tausende Jobs hierzulande zu gefährden. Hinter den Kürzungen stehe der Wille der großen Energiekonzerne, so Asbeck.
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MünchenDer Chef des deutschen Solaranlagen-Bauers Solarworld, Frank Asbeck, hat der Bundesregierung vorgeworfen, mit der Kürzung der Solarförderung tausende Jobs hierzulande zu gefährden. Zudem bestehe dadurch die Gefahr, dass Deutschland in Zukunft von chinesischer Technologie abhängig werde, sagte Asbeck der „Süddeutschen Zeitung“ vom Samstag. Die drastischen von der schwarz-gelben Koalition beschlossenen Förderkürzungen seien mit Logik nicht zu erklären.

„Jetzt stehen fast zwei Jahrzehnte Industriepolitik in Deutschland auf dem Spiel - Fördergelder und viele tausend Jobs“, sagte Asbeck. Hinter den Kürzungen stehe der Wille der großen Energiekonzerne „uns kaputtmachen“ zu wollen. „Unsere Gegner wollen die Solarenergie aufhalten, bevor es zu spät ist.“ Der Unternehmer warf den großen Versorgern vor, sie fänden keine Antworten auf die Herausforderungen durch die erneuerbaren Energien - und hätten sich bei der Regierungs deshalb für die Förderkürzungen eingesetzt.

Der globale Konkurrenzkampf in der Solarindustrie sei „mörderisch“, sagte Asbeck. Es gebe in der Branche „keinen fairen Wettbewerb“: „China hat einen Industriekrieg begonnen.“ Er wiederholte die häufig geäußerte Kritik, die Volksrepublik unterstütze ihre eigene Industrie durch unbegrenzte billige Kredite. „Mit diesem Geld bieten die Firmen ihre Produkte zu Dumpingpreisen an - teilweise 30 Prozent unter den eigenen Kosten.“ Ziel sei es, ein Monopol zu schaffen auf die Solartechnik. „Peking weiß: Das wäre noch wertvoller, als auf allen Öl- und Gasvorräten der Erde zu sitzen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Solarworld-Chef Asbeck: „Energieriesen wollen uns kaputtmachen“"

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  • Vandale, sagen wir es doch mal so, warum sollen wir in Deutschland mal wieder Arbeitsplätze verlieren in einem Markt wo Deutschland Weltmarktführer ist ( Nirgends auf der Welt wurde mehr PV montiert als in Deutschland) ...Wenn uns ein ähnliches Schiksal auf der Seite der Autoindustrie blühen
    würde wäre der Aufschrei riesig...aber hier funktioniert die Lobby Arbeit. DIe Energieversorger hatte Jahre Zeit,
    den sogenannten Kohlepfennig als Rücklage zu benutzen um
    regenertive Energien zu fördern, aber PV hat den beigeschmack, das es viele Stromnutzer unabhängig macht.
    Das wird einem Energieversorger nie gefallen.
    Im übrigen wie kann Politik neutral sein wenn man selbst an Energieversorgern beteiligt ist siehe Baden Württemberg an der EnbW ... In Bayern und Sachsen, wo es um den Erhalt von Arbeitsplätzen der Solarbranche geht sieht die Welt ganz anders aus.Tja, und dann wären da noch die guten Lobbyisten des Gases, Frau Merkel setzt auf einmal genau auf diese Energie, gut das man sich an ein Land wie Russland hängt und das wichtigste Gut eines Staates aus der Hand gibt, nämlich unabhängig von irgendjemandem in seiner Energiepolitik zu sein

  • @Vandale:

    Daran haben sieht man einmal wieder, wie wenig Ahnung Sie von der Energiebranche haben.

    Dass chinesische Hersteller günstiger sind, liegt vor allem daran, dass diese in ständig neue Produktionsanalagen investieren können, da sie kostenlose Kredite vom chinesischen Staat bekommen und immense Kapitalkosten damit keine Rolle spielen.

    Zudem verkaufen chinesische Hersteller unter ihren Kosten und erwirtschaften Verluste, die vom chinesische Staat abgefedert werden. Das Ziel hinter diese Poltik ist, die nicht-chinesischen Hersteller vom Markt zu fegen, um das Monopol in dieser für die Zukunft sehr wichtigen Branche zu übernehmen, was gerade die Chinesen erkennt haben.

    Solarzellen bestehen aus Slizium, also Sand, welcher in Unmengen verfügbar ist. Damit sind Solarzellen vollkommen umweltfreundlich, oder verbieten Sie Ihrn Kindern im Sand zu spielen.

    Sehr gut, dass die von Ihnen als Zufallsstrom bezeichnete saubere Energie EON und RWE tagsüber die Gewinne kostet und zudem dezentral für den Eigenverbrauch erzeugt werden können. Das Energieoligopol wird das blaue Wunder schon noch erleben.

    Die kosten für Lobbyismus sollten Sie lieber Ihrem Arbeitgebern EON und RWE zuschreiben.

    EON und RWE haben Angst vor Solarenergie!

  • Jaja, Vandle, der ewig von EON und RWE bezahlte Uran-Kämpfer.

    Langsam werden diese ewig gleichen Argumente von Vandale aber echt langweilig.

    In 10 Jahren werden die Vandalen Ihren Lobbyismus noch bereuen.

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