Sparplan
Procter & Gamble baut 5700 Arbeitsplätze ab

Procter & Gamble setzt seine Gewinnerwartungen tiefer an - und fängt direkt an, einen Sparplan umzusetzen: Der Konsumgüterkonzern trennt sich nicht nur von einer Chips-Marke, sondern auch von vielen Mitarbeitern.
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Boca RatonDer weltgrößte Konsumgüterkonzern Procter & Gamble will rund 5.700 Arbeitsplätze streichen. Der Schritt sei Teil eines Plans, bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2016 zehn Milliarden Dollar einzusparen, teilte Konzernchef Bob McDonald am Donnerstag in Florida mit.

Der Jobabbau betrifft ausschließlich den nicht-produzierenden Bereich, wo bislang rund 57.000 der insgesamt rund 129.000 Beschäftigten arbeiten. Daneben sind weitere Einsparungen geplant, etwa bei Forschung und Marketing.

Die Anfang Februar angekündigte Streichung von 1.600 Stellen sei in der Sparplanung bereits enthalten. In Wachstumsmärkten wie China würden entgegen des globalen Trends weiter Mitarbeiter eingestellt, hieß es.

Im Zuge des anvisierten Verkaufs der Chips-Marke Pringles an Kellogg schraubte der Hersteller von Gilette-Rasierklingen, Pampers-Windeln und Ariel-Waschmittel die Gewinnerwartungen nach unten. Die Prognose für das Ergebnis je Aktie im laufenden Quartal wurde um zwei Cent gesenkt, für das Geschäftsjahr um sieben Cent.

Der Konzern rechnet nun mit einem Ergebnis zwischen 89 und 95 Cent. Für das im Juni endende Geschäftsjahr wurden 3,93 bis 4,03 Dollar je Anteilsschein in Aussicht gestellt. In New York gewann die Aktie 2,6 Prozent.

Zum US-Multi gehört seit 2003 auch die deutsche Traditionsfirma Wella. Im zweiten Quartal hatten teure Rohstoffe und Abschreibungen aufs Wella-Friseurgeschäft den Gewinn des Henkel-Rivalen nahezu halbiert.

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  • 5.700 MA von 129.000 MA relativiert die Einzelzahl 5.700 MA. Anders als Staatsgebilde können sich Unternehmen nicht übermäßig aufblähen. Beamte- u.Angestellte Jobs in Staaten blähen sich dagegen gerne in guten Zeiten auf, können sich aber weniger gut in schlechten Zeiten abschrumpfen. Staaten werden sogar erfinderisch neue Verwaltungsaufgaben zu generieren, um die Staatsjobs auszulasten. Mit Effizienz oder Tätigkeit für den Bürger hat all das Nichts zu tun. Auch die hohen Pensionslasten setzen den Staaten zu. In D ist man dabei die Neuschuldenaufnahme des Staate zu verringern - von Schuldenabbau ist noch keine Spur. Noch immer ist der Staat damit beschäftigt die bestehenden steigenden Zinslasten der Schulden zu bedienen. Schuldenabbau wird dagegen nicht getätigt. Zu diesem Eigenschuldenproblem (hausgemacht) kommen nun EU-Schuldenblöcke hinzu, die durch den Anteil der Mithaftung auftreten können. Hier stockt die EU ständig auf. Eigentlich GIFT für die Haushaltsdisziplin der Einzelstaaten. Der Bürger haftet also immer mehr für die Schulden, aber nicht jeder Bürger "haftet" in gleichem Maße gerecht. Es trifft abhängig Beschäftigte, Rentner und konventionelle Sparbuchsparer stärker. Politiker vermitteln die ungleichen Risiken dagegen nicht.

    Da Staaten zudem eine ungleiche Disziplinschwelle haben, erschwert die Situation in der EU.

    Unternehmen müssen dagegen rascher sparen und sich den Realitäten anpassen, da der Markt u. die Mechanismen härter sind. Unternehmen können nicht sich auf Bürger schuldentechnisch abwälzen - mit Ausnahme von Subventionsempfangunternehmen.

    Procter + Gamble tritt also zeitig auf die Bremse Eigentlich lobenswert.

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