Sparprogramm trotz Rekordabsatz
Daimlers Erfolg mit Sternchen

Dieter Zetsche könnte zufrieden sein: Daimler fährt weiter mit Rückenwind. Neue Modelle treiben den Absatz. Doch um zur Konkurrenz aufzuschließen, muss der Konzernchef nun die Kosten in den Griff kriegen.
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Stuttgart/DüsseldorfDaimler fährt weiter Erfolge ein. Auch das zweite Quartal lief für die Schwaben bestens. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen ohne den Sondereffekt der EADS-Aktienverkäufe hat um satte 12 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zugelegt, der Umsatz um sechs Prozent auf 31,5 Milliarden Euro. Daimler fährt mit Rückenwind: Verkaufsschlager wie die S-Klasse und die C-Klasse wurden gerade generalüberholt, allein das Luxusmodell verkaufte sich im zweiten Quartal 29.500 Mal. Auch neue Modelle wie der kompakte Geländewagen GLA laufen blendend. Insgesamt legten die Verkäufe um drei Prozent auf 418.700 Fahrzeuge zu.

„Wir wachsen profitabel, unsere Strategie trägt Früchte - wir kommen kontinuierlich auf unserem Weg voran“, erklärt Vorstandschef Dieter Zetsche. Daimler – so das Signal des Vorstandschefs – ist wieder in der Spur. Eigentlich könnte man damit zufrieden sein.

Doch es scheint als sei nichts älter als der Erfolg von gestern. Denn der Weg, der vor den Stuttgartern liegt, bleibt herausfordernd. Bis 2020 will Daimler den vor zehn Jahren verlorenen Thron als größter Premium-Hersteller von BMW zurückerobern. Bis dahin soll auch die Rendite mittelfristig auf zehn Prozent vom Umsatz steigen. Im zweiten Quartal geht dieses Vorhaben voran: Die Umsatzrendite betrug 7,9 Prozent, im vorigen Gesamtjahr waren es 6,5 Prozent. Damit ist die Autosparte von Daimler noch weit hinter den Konkurrenten BMW und Audi, die 9,5 und zehn Prozent einfahren. Um das ambitionierte Vorhaben zu verwirklichen, muss Daimler daher die eigenen Kosten in den Griff kriegen.

Ein Sparprogramm soll allein bis Ende des Jahres vier Milliarden Euro einbringen. 2015 soll das auch im Ergebnis sichtbarer werden. Vor allem die deutsche Belegschaft dürfte das zu spüren kriegen. In Zeiten von Rekordgewinnen wird das Sparprogramm zur diplomatischen Mission. Wie genau das Programm verschärft werden könnte, darüber schweigt sich Konzernchef Zetsche noch aus, doch im Gespräch sind unter anderem längere Arbeitszeiten. Nach Handelsblatt-Informationen aus Konzernkreisen sollen über die Lohnkosten weitere zwei Milliarden Euro in drei Jahren eingespart werden.

Im Gegenzug will Daimler den deutschen Beschäftigten die Angst nehmen, dass die deutschen Werke im internationalen Verbund an Bedeutung verlieren könnten. Zuletzt hatte der Konzern den Bau eines neuen Gemeinschaftswerks mit Nissan-Renault in Mexiko angekündigt, in dem ab 2017 bis zu 300.000 Kompaktmodelle für den US-Markt gebaut werden sollen. Der CLA läuft im ungarischen Kecskemet vom Band, genauso wie ein Teil der B-Klasse. In einigen deutschen Werken wächst die Angst, ersetzbar zu werden.

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Eine Kooperation, die sich auszahlt

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  • Kosten in den Griff kriegen? Warum treibt man die Gehälter, Boni usw. in schwindelerregende Höhen beim Management. Für Menschen müßten eigentlich 10000 Euro im Monat reichen, damit sie nicht verhungern müssen. Auch muss eine E-Klasse als kostenloses Auto reichen! Boni muss total weg, da die eute doch per Arbeitsvertrag verpflichtet sind zum Wohl der Firma zu arbeiten, oder sind die Manager bei Daimler verpflichtet worden, die >Firma zu schädigen und erhalten deshalb Boni, wenn die Löhne der anderen Mitarbeiter gesenkt werden?

  • C- und S-Klasse wurden generalüberholt? m.E. sind das komplett neue Fahrzeuge, die mit dem Vorgänger technisch wenig gemein haben. Jaja, die Typenzulassung ist die selbe, aber nur wegen diesem Kältemittel-Gedöns. Aber generell macht es einen nicht zu verachtenden Unterschied, ob man ein Fahrzeug "überholt" oder komplett neu entwickelt...

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