Autobauer
Die Suche nach dem Geschäftsmodell der Zukunft

Mit zunehmender Bedeutung alternativer Antriebe stellt sich für Autobauer die Frage nach dem Geschäftsmodell. Denn noch sind Batterien für Elektroautos sehr teuer. Doch es gibt Lösungen - auf die jetzt auch VW setzt.
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DüsseldorfAuch Volkswagen erwägt nun, Elektroautos mit Leasingbatterien anbieten. „Wir denken derzeit darüber nach, wie wir den Markteintritt gestalten. Dabei könnte es auch ein Leasingkonzept geben“, sagte Rudolf Krebs, Elektroauto-Chef des VW-Konzerns, jetzt bei der Vorstellung eines Kongresses des Magazins „Auto, Motor und Sport“. „Wir wissen, dass die Batterie das problematischste Bauteil ist und man ein Preisproblem hat.“ Darauf werde VW reagieren. Die ersten reinen Elektroautos von VW sollen 2013 auf den Markt kommen.

Die Batterie ist noch das teuerste Bauteil von Elektroautos. Für eine Batteriezelle mit einer Speicherkapazität von einer Kilowattstunde werden rund 500 Euro verlangt. Eine Batterie mit einer Kapazität von 20 Kilowattstunden, die eine durchschnittliche Reichweite von 150 Kilometern ermöglicht, kostet also rund 10.000 Euro.

Der Renault-Nissan-Konzern setzt unter den großen Autobauern am entschiedensten auf den reinen Elektroantrieb und bringt in diesen Tagen den Nissan Leaf auf den deutschen Markt, der sich im vergangenen Jahr weltweit 25.000-mal und damit öfter als jedes andere Elektroauto verkauft hat. Der Konzern bietet die Batterien ausschließlich zum Leasen an. Seit vergangenem Oktober gibt es von Renault den Lieferwagen Kangoo emissionsfrei, seit Dezember die Limousine Fluence, beide zu einem Einstiegspreis von rund 25.000 Euro, zu dem eine monatliche Batteriemiete von etwa 100 Euro hinzukommt. Beim City-Mobil Twizy, dessen Verkauf für 7000 Euro in den nächsten Tagen beginnt, beträgt die Leasingrate für die Batterie 50 Euro.

Auch Renault-Nissans strategischer Partner Daimler orientiert sich an diesem Modell, das im Trend liegt. Wenn von Jahresmitte an jeder den rein elektrisch angetriebenen Smart kaufen kann, wird der Anschaffungspreis bei 16.000 Euro liegen. Hinzu kommt eine Monatsmiete von 60 Euro für die Batterie. Allerdings wird der Konzern auch den Kauf von Auto inklusive Batterie anbieten.

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Das Kalkül der Autobauer und die daraus folgenden Risiken

Kommentare zu " Autobauer: Die Suche nach dem Geschäftsmodell der Zukunft"

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  • @Porschefahrer: und die "Tankstelle" muß 18MW aus der Steckdose senden, damit diese der "Ladeleistung" einer Kraftstoffpumpe entspricht. Darin liegt ja der Wahnsinn unserer Energieverschleuderungsgesellschaft. Das E-Auto macht den Unsinn des Verbrenners endlich transparent, daß nur durch ständiges Nachgießen von Brennsosse die flambierte Gesellschaft weiterbrausen kann. Christliche Ethik ist was anderes und wenn weiterhin jeder Medienkonsument wie Chuck Norris sein will, dann gute Nacht...

  • Pro VerbrennungsmotorVerbot

    Schön dass von VW die Idee der französischen Autobauer "Batterieleasing" erwägt wird. Nicht alle Autohersteller können überall Vorreiter sein. Der ethisch nicht mehr zeitgemässe und von selber aussterbende Verbrennungsmotor (derzeitige Treibstoffpreise,...) liegt in denn letzten zügen. Auch VW darf etwas tun.

  • Das Geschäftsmodell mit den Leasingbatterien wird sich wohl im Autobereich durchsetzen. Der Autopreis kann gefühlt gesenkt werden und die Batteriekosten können ins Kleingedruckte rutschen. Sieht man die Handytarifstruktur ist der Kunde das Kleingedruckte schon lange gewöhnt.

    Der Verfasser des Berichtes vergaß aber einen wichtigen Umstand zu erwähnen, die eine dicke Kundenzitrone darstellt und das Geschäftsmodell doch sehr eintrübt: Die Leasinggebühr plus die Bindung an eine Jahreskilometerleistung. Wird diese überschritten, wird es nocheinmal teurer.

    Im Handybreich kammen nach einer Phase des Wettbewerbes sog. Flates. Diese werden sich wohl auch beim Batterieleasing durchsetzen. Der Kunde bekommt so eine Gebühr, die alles abdeckt - einfach einfach gestalten und keine "Mogelpackungen" werden sich als zielführender erweisen.

    Für Wenigfahrer ist die Elektromobilität ein Negativmodell; für Pendler lohnender, wenn nicht beim Leasing der Batterie eine km-Grenze bei 7.500 bis 10.000 km existiert. 17.000 km wäre als Grenze /wenn überhaupt) kundenfreundlicher. Eine zu kleine Grenze ist kleinkariert und sieht doch mehr nach Abschöpfen aus; E-Mobilität wird so nocheinmal um 7 Jahre ausgebremst.

    Wird VW also dem kleinkarierten KM-Begrenzungsmodell nacheilen oder eher vorbildlich meit einem "einfach"-Modell sein ?

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