Spezialchemie
H&R spürt gedämpfte Nachfrage

Die Chemiefirma H&R senkt ihre Dividende, nachdem der Gewinn um über ein Viertel zurückgegangen ist. Der Ausblick für diese Jahr ist verhalten, die Nachfrage etwa für die Kunststoffindustrie ist zurückgegangen.
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DüsseldorfDie Spezialchemiefirma H&R will ungeachtet eines deutlichen Gewinnrückgangs von 26 Prozent eine Dividende für das zurückliegende Geschäftsjahr zahlen. Die Aktionäre sollen aber mit 60 Cent je Papier fünf Cent weniger bekommen als im Vorjahr. Das teilte das Unternehmen am Freitag in Salzbergen mit. „Auch für die kommenden Jahre planen wir, unsere Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen und attraktive Dividenden auszuschütten“, kündigte Finanzvorstand Luis Rauch an.

H&R kämpft mit gestiegenen Rohstoffkosten, die den Gewinn belasten. Wegen der Konjunkturabkühlung ist zudem die Nachfrage nach Gummiweichmachern und Grundstoffen für die Kosmetik- und Kunststoffindustrie gedämpft.

Für das laufende Geschäftsjahr hatte der Vorstand des im SDax notierten Unternehmens bereits ein zum Vorjahr geringeres operatives Ergebnis angekündigt. Im Januar und Februar seien die Absatzmengen stabil gewesen, sagte Unternehmenschef Niels Hansen heute. „Die stark gestiegenen Rohstoffkosten belasten jedoch die Margen, so dass wir unsere Produktpreise weiter erhöhen müssen.“

2011 konnte H&R zwar den Umsatz auf einen Rekord von 1,21 (Vorjahr: 1,05) Milliarden Euro erhöhen. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen sank jedoch nach endgültigen Zahlen auf 89 von 103 Millionen Euro und blieb damit knapp unter der auf 90 bis 100 Millionen Euro gesenkten Prognosespanne. Unter dem Strich sank der Gewinn auf 38,5 von 52 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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