Spielwarenkonzern
Bandai scheitert mit Zapf-Übernahme

Rückschlag für Namco Bandai: Der japanische Spielwarenkonzern ist mit seiner Übernahmeofferte für den Puppenhersteller Zapf Creation gescheitert.

HB FRANKFURT. Von den Zapf-Aktionären seien lediglich 4,38 Prozent der Stimmrechte angedient worden, teilte Bandai in einer Donnerstag veröffentlichten Finanzanzeige mit. Der für seine „Power-Rangers“-Puppen und das elektronische Spielzeug „Tamagotchi“ bekannte Hersteller hatte den Erwerb von mindestens 75 Prozent der Anteile zur Bedingung gemacht und stets betont, dass weder eine Verlängerung der Frist noch eine Aufstockung in Frage komme. Bandai hatte 10,50 Euro je Zapf-Aktie geboten.

Das Scheitern der Offerte hatte sich bereits Anfang der Woche abgezeichnet, als Bandai über ein äußerst geringes Interesse der Zapf-Anteilseigner an dem Angebot informiert hatte. Die Aktie war daraufhin deutlich gefallen. Am Donnerstag beendete sie den elektronischen Handel 3,6 Prozent schwächer bei 9,64 Euro.

Nun geht die Suche des angeschlagenen fränkischen Puppenherstellers nach Investoren weiter. Branchenkreisen zufolge führt Zapf bereits Gespräche mit dem US-Puppenhersteller MGA Entertainment. Dieser hatte zuvor gut 18 Prozent an Zapf gekauft. Zwar habe MGA eine Vertriebskooperation mit Zapf in Aussicht gestellt, aber bislang keine finanziellen Zusagen getroffen, hatte es geheißen. Es gebe keine Signale, dass das Unternehmen ein Übernahmeangebot unterbreiten wolle. Ausgeschlossen hätte die in den USA mit ihren „Bratz“-Puppen“ erfolgreiche MGA dies aber auch nicht.

Branchenkreisen zufolge ist auch denkbar, dass die in der Restrukturierung steckende Zapf das operative Geschäft künftig allein weiter führt, was das Finanzierungsproblem allerdings nicht lösen würde. Deshalb lote der Vorstand mögliche Kapitalmaßnahmen aus.

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