Spielwarenmesse Nürnberg
Moderne Technik marschiert ins Kinderzimmer

Ob Nasenpfeife oder dreidimensionales Puzzle: Wer wissen will, was in den nächsten Monaten alles in den Kinderzimmern Einzug halten wird, der bekommt in diesen Tagen in Nürnberg einen blinkenden und piepsenden Überblick.
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NürnbergDie kleine Plastikbox ist nicht größer als eine Zigarettenschachtel: Wer den Behälter öffnet, der findet einen Mini-Helikopter darin. Schnell die Flügel ausgeklappt – und los geht’s. Als Fernsteuerung dient die Verpackung. „Heli Cube“ nennt sich  das Kinder-Fluggerät, das die Firma Silverlit heute auf der Neuheitenschau der Nürnberger Spielwarenmesse vorgestellt hat. Knapp 15 Euro wird der voll flugtaugliche Hubschrauber des Unternehmens aus Hongkong demnächst in den Läden kosten.

Wer wissen will, was in den nächsten Monaten alles in den Kinderzimmern Einzug halten wird, der bekommt in diesen Tagen in Nürnberg einen glänzenden Überblick: Bis kommenden Monaten zeigen alle führenden Hersteller – und zahllose kleine Anbieter – auf dem größten Treff der Branche ihre Neuheiten. Auf der Messe präsentieren fast 2800 Aussteller aus 62 Ländern ihre Puppen, Brettspiele und Laufräder. Die Veranstalter erwarten rund 80.000 Fachbesucher aus aller Welt in Franken.

Besonders auffällig: Immer öfter nutzen die Anbieter die modernen Smartphones und Tablet-PCs, um die Spiele attraktiver zu machen. Beispiel Ravensburger: Vom größten deutschen Spieleverlag gibt es neue Puzzles, die sich mit den Geräten zum Leben erwecken lassen. Wer die Kamera auf die Puzzles richtet, der hört Musik, bekommt Erläuterungen zu den Motiven oder kann sich kleine Filme ansehen. Der Modellbahnhersteller Märklin dagegen nutzt die Apparate, um die Lokomotiven zu steuern.

Auch anderswo zieht Computertechnik ins Spielzeug ein: Carrera etwa nutzt die von Laptops bekannten Lithium-Ionen-Batterien für seine neuen, ferngesteuerten Autos. Der Vorteil: Die Akkus lassen sich sehr schnell laden und halten länger als die herkömmlichen Zellen. Apropos Fernbedienung: Carrera hat jetzt für seine berühmten Autorennbahnen Regler entwickelt, die ohne Kabel auskommen und mit denen sich die Flitzer auch noch aus 15 Meter Entfernung steuern lassen. Der störende Kabelsalat ist damit Geschichte.

Elektronik gibt es inzwischen selbst in der Kugelbahn für die Jüngsten. Die Schweizer Firma Cubero präsentiert eine Holzbahn,  auf der die Kugeln aufwärts rollen. Möglich macht dies ein unsichtbarer Antrieb in einem der Holzwürfel, der die Kugeln mit einem Magnet von einer Ebene auf die nächste befördert.

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  • Zu schön, um wahr zu sein: Die Transformer auf dem Foto sind nicht aus LEGO, sondern aus Hasbros eigenen "Klon-Steinen" namens "Kre-O".

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