Sportartikel-Hersteller
Naibu will an die Londoner Börse

Der chinesische Sportartikel-Hersteller Naibu plant einen Börsengang in London. Unternehmenskreisen zufolge will Naibu damit bis zu 50 Mio. Pfund einnehmen und so die Expansion im Boom-Markt China unterstützen.
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HongkongDer chinesische Sportartikel-Markt boomt und ist hart umkämpft: Mit dem Rückenwind deutlicher Umsatzsteigerungen will Chinas zehntgrößter Anbieter Naibu den Sprung an die Londoner Börse wagen und damit Geld für den Ausbau seines Heimatgeschäfts einsammeln, wie mehrere Personen aus dem Unternehmensumfeld Reuters am Montag sagten. Es wäre eine Premiere. Denn diesen Weg von Asien nach London ist bislang noch kein lokaler Konkurrent gegangen. Der Schritt ist nach Reuters-Informationen für April geplant und soll bis zu 50 Millionen Pfund - 60 Millionen Euro - in die Kasse des Konzerns spülen, der 2002 gegründet wurde und dessen geschwungenes Logo dem „Swoosh“ von Nike auffällig ähnelt.

Naibu strebe ein Listing am Markt für alternative Investments in London an, hieß es weiter. Der Marktwert des Unternehmens werde auf etwa 110 Millionen Pfund taxiert, der Streubesitz solle bei knapp unter 50 Prozent liegen. Mit dem Börsengang solle das Geschäft in China ausgebaut werden, vor allem in der Mitte und im Westen des Landes. Eine internationale Expansion steht demnach vorerst nicht auf der Agenda. Das Unternehmen wolle durch den Schritt im Ausland aber bekannter werden. Naibu bestätigte nur, dass es weitere Fabriken bauen und kleinere Städte verstärkt bedienen will.

Der chinesische Markt wächst seit Jahren rasant, ist aber immer härter umkämpft. Die Weltmarktführer Nike und Adidas werden dort stetig größer, investieren hohe Summe in neue Läden und haben zuletzt Marktanteile gewonnen. Sie stoßen dabei immer mehr in kleinere Millionenstädte vor und konzentrieren sich nicht mehr nur auf Metropolen wie Hongkong und Schanghai. Lokale Anbieter wie Li Ning und China Dongxiang sehen sich derweil öfter mit sinkenden Margen konfrontiert. Zudem lassen die Zuwachsraten bei den Erlösen nach und die Vorräte werden immer größer.

Eine mit dem Börsenplänen vertraute Person sagte, Naibu plane seinen Umsatz aus dem vergangenen Jahr bis 2015 mehr als zu verdoppeln. Auch bei Nike und Adidas ist die ungebrochene Nachfrage aus dem Reich der Mitte einer der Hauptgründe, warum die Firmen bislang vom Konjunkturabschwung nichts spüren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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