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Die Europameisterschaft treibt den Umsatz

Noch 86 Tage, dann rollt der Ball wieder, und die Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz beginnt. Auf das Fußball-Fest dürfen sich nicht nur die Fans freuen. Am meisten Spaß wird die Sportindustrie an der dreiwöchigen Veranstaltung haben. Denn schon jetzt zeichnet sich ein glänzendes Geschäft mit Trikots, T-Shirts und Fußballschuhen ab.



MÜNCHEN. "Wir haben schon vergangenes Jahr so viele Fußball-Schuhe verkauft wie im WM-Jahr 2006", sagt Klaus Jost, Vorstand des in Deutschland führenden Sporthändlerverbunds Intersport. Andreas Rudolf von der Händlervereinigung Sport 2000 rechnet angesichts der anhaltenden Fußball-Begeisterung fest damit, dass die Branche dieses Jahr mit der EM im Rücken erneut ein Sommermärchen erleben wird. Um nichts anbrennen zu lassen, hat alleine Intersport fast 500 offizielle EM-Shops in seinen Läden in ganz Deutschland eingerichtet.

Keine Frage: Fußball ist in - und das weltweit. Deshalb überbieten sich die großen Sportkonzerne seit einiger Zeit auch mit immer höher dotierten Ausrüsterverträgen für Nationalmannschaften, erfolgreiche Clubs und Fußballstars. Jüngstes Beispiel: Weltmarktführer Nike nahm die französischen Fußballer für mehr als 40 Mill. Euro im Jahr unter Vertrag. Derzeit spielen die Franzosen noch in Leibchen des Rivalen Adidas. Die Franken hatten sich vergangenes Jahr im Rennen um die deutschen Kicker durchgesetzt.

Doch es ist nicht nur der Fußball, der immer mehr Geld anzieht. Vor allem Adidas ist bemüht, seine Vormachtposition in zahlreichen Mannschaftssportarten und bei Olympischen Spielen zu behalten. Deshalb hat sich das Unternehmen aus Herzogenaurach bereits die Ausrüsterrechte für Olympia 2012 in London gesichert.

Auch in den USA sponsern die Franken, zum Teil durch ihre Tochter Reebok, die großen Ligen. Als Antwort auf den Vorstoß von Nike hat sich Adidas Anfang der Woche mit dem Nationalen Olympischen Komitee von Frankreich auf einen neuen Vertrag geeinigt.

Nike geht einen etwas anderen Weg und drängt zwar auch in den Fußball. Darüber hinaus setzt der Konzern von der amerikanischen Westküste stark auf herausragende Sportler. Dazu zählen Golf-Star Tiger Woods oder der führende Tennisspieler Roger Federer.

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