Staatsfonds-Debatte
Auch Bosch fordert Abwehrmaßnahmen

Die Pläne zum Schutz deutscher Übernehmen vor unwillkommenem ausländischem Einfluss gewinnt immer mehr prominente Unterstützer. Mit dem Chef des Automobilzulieferers Bosch, Franz Fehrenbach, setzt sich ein weiterer führender Vertreter der deutschen Industrie für entsprechende Abwehrmaßnahmen ein.

HB BERLIN. Fehrenbach sagte der „Welt“, es sei bedenklich, wenn wichtige deutsche Branchen Gefahr liefen, unter den Einfluss großer staatlich gelenkter Unternehmen aus Ländern zu geraten, die nicht demokratisch verfasst seien und nicht über vergleichbare Rechtssysteme verfügten. „Wenn das beispielsweise dazu führen würde, in der Energieversorgung in eine klare politische Abhängigkeit zu geraten, dann wäre ich für eine entschiedene industriepolitische Abwehr“, ergänzte Fehrenbach.

Allerdings schränkte der Vorsitzende der Bosch-Geschäftsführung ein, dass Deutschland grundsätzlich nicht nur am freien Welthandel, sondern auch an der Freizügigkeit des „internationalen Kapitalverkehrs festhalten“ müsse. Nur unter diesen Bedingungen könnten deutsche Unternehmen auch ihr globales Geschäft aufbauen.

Bosch-Chef Fehrenbach folgt mit seiner Position dem Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Wenning, der kürzlich eine nationale Übernahme-Kommission nach dem Vorbild der USA und Frankreich gefordert hatte. Ausgelöst durch einen Vorstoß von Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) debattiert die Regierungskoalition über mögliche Gesetzesänderungen.

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