Staatshilfen
GM und Chrysler bitten Kanada um Hilfe

Die angeschlagenen US-Autobauer General Motors (GM) und Chrysler fordern von Kanada und der kanadischen Provinz Ontario Staatshilfen von insgesamt knapp zehn Mrd. kanadischen Dollar (6,3 Mrd. Euro). Im Gegenzug wollen die Autobauer auf die Stilllegung weiterer Werke in Kanada vorerst verzichten.

OTTAWA. Dies ist mehr als doppelt so viel, wie beide Regierungen im Dezember als Kredit zugesagt hatten, um das Überleben der Werke in Ontario zu sichern.

General Motors of Canada fordert rasches Handeln. Ende März müssten die Vereinbarungen über Finanzhilfen und mit der Gewerkschaft CAW über Zugeständnisse bei Lohn und Pensionen vorliegen. Vizepräsident David Paterson sagte, sonst müsse GMs Zukunft in Kanada überdacht werden.

Chrysler Canada und GM legten am Freitagabend die geforderten Restrukturierungspläne vor. Sie sind Bestandteil der Gesamtpläne, die sie am 17. Februar der US-Regierung präsentiert hatten. Von Washington erbitten sich GM und Chrysler Finanzhilfen von 30 beziehungsweise neun Mrd. US-Dollar.

In der US-Hauptstadt tagte unterdessen zum ersten Mal die Task Force zur Rettung der Autoindustrie, die US-Präsident Barack Obama eingesetzt hat. Die Mitglieder diskutierten Umstrukturierungsmaßnahmen, die Konkurrenzfähigkeit von Lohn und Lohnnebenkosten sowie die Anforderungen an zukunftsfähige Automodelle. Über Ergebnisse wurde nichts bekannt. Der Arbeitsstab ist auf Kabinettsebene angesiedelt. Formal geführt wird er von Finanzminister Timothy Geithner und von dem Vorsitzenden des Rats der Wirtschaftsberater, Lawrence Summers. Eine Schlüsselrolle spielt Geithners Sonderberater Ron Bloom, der sich als gewerkschaftsnaher Sanierer in der Stahlindustrie einen Namen gemacht hat.

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