Stahl- und Verarbeitungskonzern
Voestalpine mit Gewinneinbruch

Voestalpine hat im abgelaufenen Quartal einen Gewinneinbruch verzeichnet. Der Stahl- und Verarbeitungskonzern litt unter einem massiven Nachfragerückgang. Und auch der Ausblick fällt nicht allzu positiv aus.

HB WIEN/LINZ. Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine hat im dritten Geschäftsquartal den Konjunkturabschwung deutlich zu spüren bekommen. Der Gewinn sei um mehr als die Hälfte auf 87,3 Mio. Euro eingebrochen, teilte voestalpine am Mittwoch in Wien mit. Das operative Ergebnis fiel von 258,1 auf 196,2 Mio. Euro, während der Umsatz leicht von 2,753 auf 2,794 Mrd. Euro kletterte. Gleichzeitig kündigte der Stahlkonzern an, aufgrund des „massiven Konjunktureinbruchs“ weitere Stellen abbauen zu müssen. Der bisherige Stellenabbau und Kurzarbeit reichten nicht aus.

Für das Gesamtjahr 2008/09 (Ende März) rechnet Voestalpine erstmals seit vielen Jahren mit einem Rückgang des Betriebsergebnisses um 13 Prozent auf etwa eine Milliarde Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll von 1,84 auf 1,7 Mrd. Euro zurückgehen. Die Aktie legte dennoch am Vormittag um 8,19 Prozent auf 12,95 Euro zu.

Seit Herbst 2008 habe sich die Abwärtstendenz der globalen Konjunktur „kontinuierlich verschärft“, hieß es. Die Nachfrage sei in praktisch allen Bereichen - mit Ausnahme der Eisenbahn-Infrastruktur und dem Energiesektor - massiv eingebrochen. Einen Ausblick auf das am 1. April beginnende Geschäftsjahr 2009/10 wollte Voestalpine nicht geben. Die „aus heutiger Sicht nicht abschätzbare weitere Entwicklung der Märkte“ mache seriöse Ergebnisprognosen „derzeit unmöglich“, hieß es.

In den ersten drei Quartalen verringerte sich der Nettogewinn um 0,9 Prozent auf 606,1 Mio. Euro. Damit übertraf das Unternehmen die Schätzungen der Analysten, die im Schnitt von 571 Mio. Euro ausgegangen waren. Das operative Ergebnis (EBIT) legte um 12,3 Prozent auf 981,8 Mio. Euro zu. Der Umsatz kletterte um knapp ein Viertel auf 9,3 Mrd. Euro.

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