Stahlkonzern
Nippon Steel schreibt rote Zahlen

Japans größter Stahlkonzern rutscht in die roten Zahlen. Grund ist die schwächelnde Stahlnachfrage. Der Konzern erwartet keine rasche Besserung und kappte seine Prognose für die erste Hälfte des kommenden Jahres.
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DüsseldorfDie weltweit schwächelnde Stahlnachfrage hat Japans größtem Stahlkonzern Nippon Steel rote Zahlen eingebrockt. Der Konzern verbuchte im Zeitraum April bis Juni einen Nettoverlust von umgerechnet 909 Millionen Euro, wie Nippon Steel am Montag mitteilte. Der Konzern erwartet keine rasche Besserung. Die Talsohle in Asien sei noch nicht erreicht. Daher kappte der Vorstand seine Prognose und kündigte nun auch für das erste Halbjahr seines Bilanzjahres 2012/13 (Ende März) Nettoverluste an. Operativ rechnet er mit einem knapp 90-prozentigen Rückgang.

Nippon Steel erzielt rund die Hälfte seines Umsatzes im Ausland und liefert Stahl für die Bau-, Werft und Autoindustrie. In den kommenden Monaten rückt der japanische Stahlkonzern durch die Fusion mit Sumitomo Metal Industries auf den zweiten Rang hinter Weltmarktführer ArcelorMittal vor.

Konjunktursorgen und die Euro-Schuldenkrise haben in den vergangenen Monaten die Stahlnachfrage weltweit geschmälert. Sowohl Brancheprimus ArcelorMittal als auch Deutschlands Nummer Eins ThyssenKrupp fahren daher ihre Kapazitäten zurück.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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