Stahlkonzern
Salzgitter beendet Durststrecke mit Gewinn

Die Durststrecke ist zu Ende. Der Stahlkonzern Salzgitter macht wieder Gewinne. Das beflügelt Salzgitter. Fürs laufende Jahr traut sich der Konzern mehr zu.
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HB DÜSSELDORF. Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern Salzgitter schreibt nach einer längeren Durststrecke wieder schwarze Zahlen und blickt etwas optimistischer in die Zukunft. Der Konkurrent des deutschen Branchenprimus ThyssenKrupp erzielte nach den ersten neun Monaten des Jahres 2010 einen Konzerngewinn von 3,9 Millionen Euro, nachdem vor Jahresfrist noch ein hoher Verlust von 232 Millionen Euro in den Büchern stand.

Im Gesamtjahr sei ein Vorsteuergewinn "im niedrigen zweistelligen Millionenbereich" möglich, teilte Salzgitter am Freitag mit. Zuletzt hatte der Konzern nur ein Erreichen schwarzer Zahlen beim Vorsteuerergebnis in Aussicht gestellt.

Die Salzgitter-Gruppe habe in den ersten neun Mona ten "spürbar von der allgemeinen Konjunkturerholung profitiert", teilte der Konzern weiter mit. Der konsolidierte Außenumsatz stieg getrieben von Zuwächsen in der Stahlsparte gegenüber dem Vorjahr um rund vier Prozent auf 6,19 Milliarden Euro.

Im dritten Quartal verbuchte Salzgitter dabei ein Plus von 18 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen bereits erklärt hatte. Das Vorsteuerergebnis legte deutlich auf 5,7 Millionen Euro zu, nachdem vor Jahresfrist noch ein hoher Verlust von 261 Millionen Euro angefallen war.

Die Stahlkocher können dem Branchenverband Wirtschaftsvereinigung Stahl zufolge 2010 mit einem Wachstum der Rohstahlproduktion in Deutschland um etwa 35 Prozent auf knapp 44 Millionen Tonnen rechnen. Die Produktion der Schwerindustrie war in Folge der Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr eingebrochen.

Wichtige Kunden aus Automobilindustrie und Maschinenbau haben in den vergangenen Monaten jedoch deutlich zugelegt und rennen der Stahlbranche trotz Preiserhöhungen die Türen ein. In den ersten neun Monaten dieses Jahres produzierten die Stahlkocher in Deutschland bereits so viel von dem Werkstoff wie in dem gesamten Krisenjahr 2009. Auch Salzgitter konnte vom Wachstum profitieren.

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