Standortsicherung der Hauptwerke
Audi peilt ein Rekordjahr an

Der Ingolstädter Autobauer befindet sich auf Rekordkurs. Im ersten Quartal des laufenden Jahres hat Audi 1,8 Prozent mehr Autos ausgeliefert.

HB MÜNCHEN. Weltweit seien 195.044 Neuwagen an die Kunden ausgeliefert worden, teilte die VW-Tochter am Mittwoch mit. Damit habe Audi die ersten drei Monate des Jahres mit einem neuen Rekord bei den Auslieferungen an Kunden abgeschlossen. „Wir sind ganz klar auf Zielkurs hin zu einem neuen Rekordjahr“, sagte Audi-Vorstand Ralph Weyler. Vor allem in Europa habe mit 9,8 Prozent ein deutliches Wachstum erzielt werden können. In Deutschland - dem größten Absatzmarkt - seien mit 56 141 Audis ebenfalls 1,8 Prozent mehr Fahrzeuge ausgeliefert werden.

Audi-Chef Martin Winterkorn hatte Ende Februar für 2005 erneut ein Rekordjahr angekündigt. „Wir erwarten, dass das Jahr 2005 durch die volle Verfügbarkeit unserer jungen Produktpalette ein weiteres Rekordjahr für Audi wird“, hatte er gesagt. Beim Absatz hatte die VW-Tochter 2004 mit 779 441 Einheiten bereits das elfte Rekordjahr in Folge verzeichnet. Die Marke von einer Million ausgelieferter Audi-Fahrzeuge soll 2008 erreicht werden.

Zur Standortsicherung seiner Hauptwerke in Ingolstadt und Neckarsulm hat sich Audi in der Zwischenzeit mit dem Betriebsrat auf ein Maßnahmenpaket geeinigt. Details dazu sollen am Freitag bekannt gegeben werden. Audi hatte zur Kostensenkung flexiblere und längere Arbeitszeiten gefordert. Ende 2004 hatte das VW-Management seiner Belegschaft Bestandsgarantien bis 2011 zugesagt und im Gegenzug den Verzicht auf Lohn- und Gehaltserhöhungen bis Ende Januar 2007 erhalten.

Bereits am Vortag hatte die Gewerkschaft IG Metall von einer Arbeitsplatzgarantie bis 2011 gesprochen. Dies sei ein Meilenstein für die angestrebte Gesamtvereinbarung mit dem Betriebsrat und der IG Metall gewesen, erklärte Bayerns IG-Metall-Chef Werner Neugebauer. Eine Ausgliederung sei zudem vom Tisch, alle Arbeitnehmer sollten in der Audi AG beschäftigt bleiben und bereits ausgegliederte Bereiche wieder in die AG zurückgeführt werden. Auch die betriebliche Berufsausbildung bleibe Bestandteil des Unternehmens.

Bei den Einkommen ist nach Gewerkschaftsangaben eine Entgeltlinie für die Monats- und Jahresentgelte vereinbart worden. „Diese liegt oberhalb der Einkommen in den Flächentarifverträgen“, erklärte die IG Metall, ohne Details zu nennen. Zugeständnisse habe man teils bei den Arbeitszeiten machen müssen, räumte die Gewerkschaft ein. Die Wochenarbeitszeit von Dienstleistungsbereichen des Unternehmens werde bis 2007 stufenweise auf 37 Stunden angehoben. Dem Vernehmen nach könnten davon rund 1000 der Beschäftigten betroffen sein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%